KSC
Pyrotechnik kam beim Hochrisikospiel auf beiden Seiten zum Einsatz. 

Hochrisiko-Derby: Karlsruher SC besiegt Mannheim mit 2:0

Souverän gewann der Karlsruher SC am Samstag sein Viertelfinal-Spiel im bfv-Krombacher-Pokal gegen den Waldhof Mannheim mit 2:0. Schon zur Halbzeit war für den Favoriten aus der Dritten Liga alles klar. Außerhalb des Spielfeldes kam es beim „Hochrisiko-Spiel“ wie befürchtet zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans, die Polizei war stark gefordert. Die 1500 KSC-Fans mussten von der Polizei vom Bahnhof ins Stadion begleitet werden.

Wie Martin Boll von der Mannheimer Polizei gegenüber PZ-news berichtet, war nach dem Spiel dann Verstärkung notwendig, um ein Aufeinandertreffen der Fangruppen vor dem Stadion zu verhindern. "Die Polizei konnte in der Nähe des Stadions einige Hundert Waldhof-Fans zurückdrängen, allerdings mussten dabei auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt werden", sagt er. Auch die Karlsruher Fans hatten laut Boll die Konfrontation gesucht, versuchten es aufgrund ihrer massiven Polizeibegleitung aber nicht ernsthaft. Die Landespolizei war mit deutlich über 500 Beamten im Einsatz, die Bundespolizei sicherte zudem mit mehreren Hundertschaften den Bahnhofsbereich ab. "Das große Polizeiaufgebot war absolut gerechtfertigt, und die Polizei hatte die Lage im Griff", sagt Boll. 34 Fans hat die Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen.

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Hochrisiko-Derby: Karlsruher SC besiegt Mannheim mit 2:0

Schon bei der Anreise zum Spiel hatten Waldhof-Fans einen Sonderzug aus Karlsruhe auf freier Strecke zum Anhalten gezwungen.

Runderneuert schickte derweil Markus Kauczinski seine Elf aufs Feld. Stoll, Kempe, Krebs und Dulleck erhielten die Chance sich von Beginn an zu zeigen. Daniel Gordon fehlte dagegen verletzt, Calhanoglu wegen einer Länderspielreise, Peitz und Hennings saßen nur auf der Bank. Insgesamt brachte der KSC-Trainer ganze zehn Auswechselspieler mit ins Carl-Benz-Stadion, was durch die bfv-Pokalregularien, anders als in der Liga, erlaubt ist.

Der Außenseiter aus Mannheim begann das Spiel hochengagiert. Dautaj vergab die beste Chance, als er nach feinem Dribbling aus elf Metern knapp über das Tor zielte. Den Gastgebern war in der Anfangsviertelstunde deutlich anzumerken, dass sie vor ihrem lautstarken Heimpublikum den klassenhöheren Lokalrivalen aus Karlsruhe mehr als nur ärgern wollten.

Dennis Kempe setzte diesen Plänen allerdings ein jähes Ende. Erst holte der wiedergenesene Linksverteidiger einen Freistoß etwa 20 Meter vor dem Mannheimer Tor heraus. Die darauffolgende Flanke von Freistoßkünstler Alibaz versenkte Kempe dann auch gleich selbst zum Karlsruher Führungstor. Es war nach 16 Minuten die erste echte Karlsruher Offensivaktion überhaupt.

Danach bestimmte der KSC das Spiel, ließ nach hinten wenig zu und arbeitete dosiert nach vorne, häufig über den agilen Dulleck. So war es dem Eigengewächs auch vorbehalten, dass 2:0 vorzubereiten. Die flache Hereingabe Dullecks veredelte van der Biezen in der 45. Minute aus kurzer Distanz zum Halbzeitstand. Zwei Chancen, zwei Tore – die Karlsruher zeigten sich wieder einmal von ihrer effizienten Seite.

Van der Biezens Tor sollte bereits die Entscheidung sein. Mannheim bemühte sich in der zweiten Hälfte zwar noch, viel mehr als ein Pfostenschuss in der 85. Minute sprang dabei allerdings nicht heraus. Noch weniger nach vorne zeigte derweil der Karlsruher SC, Blum sorgte ebenfalls mit einem Aluminiumtreffer in der 82. Minute spät für die einzige Chance. Markus Kauczinski nutze die entschiedene Partie ab der 70. Minute ohnehin eher, um Einwechselspieler auf dem Feld zu begutachten. Brandstetter, Kern, Hennings und eben Blum kamen so zwischen der 70. und 75. Minute in die Partie.

Vor knapp 13.000 Fans blieb es somit beim souveränen 2:0-Sieg des Tabellenführers der Dritten Liga über den Aufstiegsaspiranten der Regionalliga. Ein standesgemäßes Resultat in einem unspektakulären Spiel – dessen Reiz ohnehin kaum in seinem sportlichen Wert lag.