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Trotz spielersicher Unterlegenheit wehrten sich die Kickers um Spielführer Devin Cillidag (in Rot) der Konkurrenz in der  Verbandsliga. Zweimal konnten die Pforzheimer sogar gewinnen – gegen den TSV Höpfingen.  PZ-ARchiv, Becker, Ripberger
Trotz spielersicher Unterlegenheit wehrten sich die Kickers um Spielführer Devin Cillidag (in Rot) der Konkurrenz in der Verbandsliga. Zweimal konnten die Pforzheimer sogar gewinnen – gegen den TSV Höpfingen. PZ-ARchiv, Becker, Ripberger
15.12.2015

Hoffnung auf Klassenerhalt lebt bei SV Kickers Pforzheim weiter

Pforzheim. Nach zuletzt zwölf sieglosen Spielen konnte das Team von Trainer Gökhan Gökce am vergangenen Wochenende seinen zweiten Saisonsieg feiern. Die Kickers schlugen wie auch schon im Hinspiel (2:0) den TSV Frankonia Höpfingen mit 3:1. Mit dem Dreier konnten die Kickers zwar die rote Laterne an Höpfingen abgeben, haben in der Verbandsliga jedoch 13 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 13, auf dem momentan der TSV 05 Reichenbach steht.

„Für uns war es sportlich wie auch wirtschaftlich ein sehr schwieriges Jahr. Ich muss der Mannschaft deshalb ein Kompliment machen, dass sie trotz der Umstände in vielen Spielen eine wettbewerbsfähige Truppe gestellt hat und auch überzeugt hat. Die Spieler haben aus der Situation – bis auf die Chancenauswertung – das Beste gemacht“, sagt Andreas Wittenauer, der Sportvorstand der Kickers. Trainer Gökhan Gökce sieht es ähnlich und bestätigt von vielen anderen Teams ein Lob für die Leistung seiner Mannschaft, die trotz der finanziellen Probleme in jedem Spiel an ihre Grenzen ging.

Die Kickers starteten durchwachsen in die Saison. Aus den ersten vier Spielen konnten sie drei Punkte (0:1 gegen Spvgg Durlach-Aue, 0:2 gegen TSG 62/09 Weinheim, 1:7 gegen FC-Astoria Walldorf II, 2:0 gegen TSV Frankonia Höpfingen) holen. Danach zog sich Baransel Yurttas, der Spielmacher der Kickers, eine langwierige Verletzung am Knie zu. Er stand der Mannschaft ab dem vierten Spieltag nicht mehr zur Verfügung und fehlte natürlich an allen Ecken und Enden.

Gökce änderte dann während der Vorrunde die taktische Ausrichtung von einer Viererkette auf eine Dreierkette. Diese taktische Maßnahme zeigte Wirkung und die Kickers standen bis auf wenige Ausnahmen (0:5 gegen Durlach, 0:9 gegen VfR Mannheim) stabiler in der Abwehr. „Wir stehen defensiv nicht so schlecht und spielen uns gute Chancen heraus. Wir müssen im neuen Jahr unsere Möglichkeiten einfach konsequenter nutzen“, sagt Gökce, der sich ärgert, dass man einige Spiele knapp verlor (0:1 Gommersdorf, 1:2, Bruchsal). Und auch beim 1:1 gegen Reichenbach sei mehr drin gewesen.

Die letzten beiden Spiele und die Gerüchte um weitere finanziell angeschlagene Teams in der Verbandsliga Nordbaden, wie etwa der FC Spöck, dürften den Kickers weiter Hoffnung auf einen Verbleib in der Liga geben. „Es ist zwar aufgrund der wirtschaftlichen Probleme eine unheimlich schwierige Saison, doch wir wollen die Runde bestmöglich zu Ende bringen und im Idealfall uns auf den Relegationsplatz retten“, sagt Andreas Wittenauer.

Ob es Veränderungen im Mannschaftskader geben wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Derzeit laufen die Gespräche der Verantwortlichen mit den Spielern. Die meisten werden wohl bleiben, einige sind sich aber laut Coach Gökce noch nicht ganz sicher. Der Trainer selbst will sich auch 2016 für die Kickers voll reinhängen. Und wer weiß, vielleicht schaffen die Pforzheimer ja das Wunder und spielen auch in der kommenden Saison noch in der Verbandsliga.