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24.02.2016

Holprige Bauarbeiten im Brötzinger Tal: Kosten schnellen in die Höhe

Die Bauarbeiten auf dem Sportgelände des 1. CfR Pforzheim im Brötzinger Tal sind teilweise ins Stocken geraten. Zwischenzeitlich war wegen sich abzeichnender Budgetüberschreitungen für das Clubhaus auch ein Baustopp verhängt worden. Denn der Kostenrahmen von 2,5 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme sollte möglichst nicht überschritten werden.

Bildergalerie: CfR-Tribüne: Verein präsentiert die finalen Entwürfe

Weil es noch erheblichen Redebedarf gibt, wurde der Tagesordnungspunkt „Ausbau der Spielstätte des 1. CfR im Brötzinger Tal“ gestern auch von der Tagesordnung des Bau- und Liegenschaftsausschusses genommen.

Ursprünglich waren für das Clubhaus, das im Rohbau fertig ist, Kosten von rund einer Million Euro veranschlagt. Jetzt drohen Mehrkosten in einer Größenordnung von 300 000 bis 400 000 Euro. Der Neubau in Holz-Fertigbauweise hat eine Grundfläche von 640 Quadratmetern und bietet auf zwei Etagen Platz für 450 Personen – 160 bis 180 im oberen Seminar- und VIP-Raum, 150 im Vereinsheim und 120 auf der Terrasse.

Streitthema Brandschutz

Die Gründe für die plötzlich auftauchenden Mehrkosten nennt Markus Geiser, Vorstandsvorsitzender des CfR, auf Nachfrage. Demnach müssen für den Brandschutz des Gebäudes 170 000 bis 180 000 Euro mehr eingeplant werden, weil die ursprünglich geplante und in der Baugenehmigung eingereichte Brandschutzklasse F 30 (Feuerwiderstand 30 Minuten) nach Ansicht des Stadtbauamtes nicht ausreiche. Man brauche die Klasse F 60 B. „Wir sahen F 30 als ausreichend, aber nach intensiven und kontroversen Gesprächen im Genehmigungsverfahren wurde vom Baurechtsamt F 60 als Auflage definiert“, erklärt Markus Geiser, von Beruf Architekt.

Bauleitung gekündigt

Versäumnisse der alten, externen, Bauleitung könnten überdies mit 90 000 Euro zusätzlich zu Buche schlagen. Der Vertrag wurde im November 2015 gekündigt, die Bauleitung in neue Hände gelegt. Die Stadt wird versuchten, die alte Bauleitung in Regress zu nehmen.

Ein Aufzug, der auch nicht eingeplant war, aber wegen des behindertengerechten Ausbaus des Obergeschosses Pflicht ist, wird mit 80 000 bis 100 000 Euro veranschlagt. Schließlich gibt es Probleme im Keller des Gebäudes, der beim Abriss belassen wurde und sich in einem sehr schlechten Zustand befindet. Zusätzliche bauliche Maßnahmen und eine Neuberechnung der Statik schlagen mit 20 000 bis 25 000 Euro zu Buche.

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