nach oben
15.02.2011

Holzhof-Stadionausbau: CfR ratlos - Stadt machtlos?

PFORZHEIM. Nicht erst seit der Gründung des Fusionsvereins 1. CfR Pforzheim ist die Frage über eine gemeinsame Spielstätte unbeantwortet. Zu Beginn waren sich die CfR-Verantwortlichen sicher, so Vorstandsvorsitzender Markus Geiser, dass man das Holzhofstadion, die ehemalige Spielstätte des Fusionspartners VfR Pforzheim, sanieren und ausbauen kann. „Dies gerät in enormen Konflikt mit dem Thema Trinkwasserschutz“, bremst jedoch Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt die Erwartungen der Fußballfans.

Bildergalerie: Die Farben der Fusion: 1. FCP und VfR bilden den 1. CfR Pforzheim 1896

Diesem Problem ist sich auch CfR-Vorsitzender Geiser bewusst. „Das ist momentan das Dilemma in dem wir stecken. Hier müssen wir weg, aber dort geschieht nichts“, sagt Geiser mit Blick auf das Stadion im Brötzinger Tal. Dort hatte einst der zweite Fusionspartner, der 1. FC Pforzheim, seine Heimat. „Infrastrukturell brauchen wir eine Verbesserung. Eine Spielstätte im Osten, eine im Westen – das kann nicht so weitergehen“, sagt Geiser.

Und er beklagt, dass man von Seiten der Stadt vor der Fusion darauf gedrängt habe, das Stadion im Brötzinger Tal aufzugeben, um im Holzhofstadion das Zentrum des neuen Vereins 1. CfR Pforzheim einzurichten. Jetzt scheint weder hier wie dort etwas voranzugehen. Dabei pocht Geiser gar nicht auf einer großen Lösung, die für die 3. Liga taugen könnte. Ihm geht es zunächst einmal um Spiel- und Trainingsplätze, um Verbesserungen bei den Umkleiden und Duschen, um ein Sponsoren-freundlicheres Ambiente im Holzhofstadion.

Schließlich weiß Geiser, dass der sportliche Erfolg erst noch kommen muss und nicht verbindlich geplant werden kann. Das sieht auch Heidt so und verweist auf die noch überschaubare Schar von Zuschauern. Und, so der Erste Bürgermeister weiter: Der 1. CfR Pforzheim müsste erst einmal richtig zusammenwachsen.

Heidt sieht keine Möglichkeit, dem Fusionsverein sofort und umfassend zu helfen: „Mit dem gleichen Recht könnten dann auch Pforzheims Handballer und Schwimmer zu uns kommen.“ Eines lässt er jedoch offen: „Den bestehenden Hartplatz am Holzhof könnte man durch einen Kunstrasenplatz ersetzen, aber nur dann, wenn dieser den Trinkwasserschutz verbessert, und nicht verschlechtert.“

Nicht verschlechtern möchte sich der CfR auch nicht in der Trainerfrage. Im Laufe dieser Woche möchte Geiser den neuen Trainer für das Verbandsligateam vorstellen. Dies sagte er am vergangenen Freitag der "Pforzheimer Zeitung". Mit sechs Kandidaten habe er zu diesem Zeitpunkt in Kontakt gestanden. Dominik Türschmann

Leserkommentare (0)