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Erstmals unter 50 Sekunden über 400 Meter Hürden lief Constantin Preis (rechts) bei seinem Sieg bei der Sparkassen-Gala in Regensburg.  Foto: Eibner

Hürdensprinter Constantin Preis mit viel Rückenwind zur EM

Pforzheim. Constantin Preis ist rechtzeitig vor der U23-Europameisterschaft der Leichtathleten im schwedischen Gävle (11. bis 14. Juli) in Topform. Vor wenigen Tagen lief der 21-jährige Pforzheimer, der für den VfL Sindelfingen startet, bei der Sparkassen-Gala in Regensburg neue persönliche Bestzeit über seine Paradestrecke 400 Meter Hürden. Bei 49,84 Sekunden blieb die Stoppuhr stehen.

Die magische Grenze von 50 Sekunden war endlich unterboten und die Zufriedenheit bei Preis entsprechend groß: „Die Form stimmt, da hat alles gepasst“, freute sich der Athlet, der beim TV Pforzheim groß geworden ist und vor eineinhalb Jahren nach Sindelfingen wechselte.

Schon etliche Titel geholt

Titel hat Preis schon einige gewonnen in seine Karriere. Er ist deutscher U20-Meister über 400 Meter und 400 Meter Hürden, er ist zweifacher deutscher U23-Meister über 400 Meter Hürden und holte vor einem Jahr auch Silber bei der DM der Männer über seine Paradestrecke.

Ein Erfolg bei einem internationalen Wettkampf fehlt noch in der Sammlung. 2017 reichte es bei der U20-EM im italienischen Grosseto „nur“ fürs Halbfinale. In Schweden will Preis jetzt mehr. Insgeheim liebäugelt er mit einer Medaille, räumt aber ein: „Von Platz eins bis sechs ist alles drin. Auf jeden Fall möchte ich das Finale erreichen.“ Über die Konkurrenz weiß man nicht allzu viel. „Die Tagesform wird entscheiden“, glaubt Preis.

Gestern flog der Pforzheimer von Frankfurt aus nach Schweden. 70 Athletinnen und Athleten schickt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nach Gävle, wo insgesamt 1500 Leichtathleten aus 51 Nationen um die Titel kämpfen. Am Freitag sind die Vorläufe über 400 Meter Hürden, am Samstag die Zwischenläufe und am Sonntag um 17.15 Uhr das Finale.

Neben Constantin Preis startet in Schweden noch Emil Agyekum vom SCC Berlin für den DLV über 400 Meter Hürden. Preis könnte auch noch für 4 x 400-Meter-Staffel des DLV gemeldet werden.

Im deutschen Team für Gävle stehen auch international erfahrene Athleten wie die EM-Vierte Alina Reh vom SSV Ulm über 5000 und 10000 Meter. Während Reh wohl gute Chancen hat, im Oktober auch bei der Leichtathletik-WM in Doha (Katar) zu laufen, wird es für Preis schwer, auch dieses hohe Ziel zu erreichen. Die aktuelle WM-Norm für die 400 Meter Hürden liegt bei 49,30 Sekunden. Machbar ist es aber, wenn man sieht, wie Constantin Preis seine Bestzeit in den vergangenen Monaten sukzessive verbessert hat. Er selbst traut sich diese Zeit jedenfalls zu.

Informationen im Internet: www.gavle2019.com

Martin Mildenberger

Martin Mildenberger

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