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25.10.2008

Ideenlos, hilflos, ratlos: FCP verliert 2:7 in Weinheim

WEINHEIM. Schlusspfiff im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion: Während die Gastgeber jubeln, sitzen die Verbandsliga-Fußballer des 1. FC Pforzheim mit gesenktem Kopf auf dem Platz. Am Spielfeldrand steht FCP-Trainer Klaus Fischer und starrt ins Leere, in der Faust hält er eine zerkrümelte Zigarette. Für die Pforzheimer steht eine 2:7 (1:4)-Schlappe zu Buche, das dritte Negativerlebnis in Folge und die dritte deftige Klatsche in dieser Saison.

Es ist eine Niederlage, die bereits früh feststeht. Denn Gegenwehr sehen die nur 230 Zuschauer von den Gästen nicht. „Es reicht einfach nicht aus, ich bin auch ziemlich ratlos“, sagt Fischer und schaut auf den Rasen, wo sich seine Spieler nach dem fast schon erlösenden Abpfiff einfach haben fallen lassen. „Wir haben den Gegner zum Toreschießen ja geradezu eingeladen.“

Als die erste Chance des FCP in der ersten Halbzeit in der 37. Minute zu verzeichnen ist, steht es bereits 4:0 für Weinheim. Haarsträubende Fehler in der Defensive – vor allem durch Samet Tuzluca, aber auch von Mario Heimberger oder Dominik Bernecker – machen den durch zuvor auch knappe Niederlagen verunsicherten Weinheimern das Toreschießen leicht. Schon nach sechs Minuten trifft Daniel Hahn zum 1:0 und FCP-Torwart Patrick Weigl pariert in den nächsten zehn Minuten noch zwei weitere Großchancen der Gastgeber

Der nächste Ballverlust im Mittelfeld wird in der 23. Minute wieder bestraft, als Christian Zeilfelder das 2:0 markiert. Auch jetzt kein Aufbäumen, keine Ideen im Spiel nach vorne und folgerichtig fällt nach einem erneuten Fehler von Khiveh das 3:0 durch Ugur Beyazal, der zuvor bereits den Pfosten trifft. Tuzluca lässt sich nur drei Minuten später von Zeilfelder düpieren und nach 33 Minuten schlägt es zum 4:0 ein. Den einzig nennenswerten Pforzheimer Angriff schließt Bilal Yildiz zum 4:1-Pausenstand ab, profitiert dabei aber von einem Stellungsfehler des jungen TSG-Torwart Marc Bisch.

Das kurze Aufbäumen nach der Pause dauert nur fünf Minuten, dann trifft erneut die TSG Weinheim. Und das gleich dreimal zwischen der 51. und 55. Minute. Nach dem 7:1 lassen die Gastgeber Gnade vor Recht ergehen und stellen ihre Bemühungen auf ein noch deutlicheres Resultat ein. Doch mehr als das 7:2 von Yildiz in der 74. Minute kann der FCP nicht nachlegen. Ein bedenklicher Auftritt, denn so darf der „Kampf“ um den Verbandsligaverbleib sicher nicht aussehen.