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Wendig und trickreich  – so stellt Neuzugang Ignazio Scozzari vom FC Nöttingen seine Gegenspieler immer wieder vor Probleme.
Wendig und trickreich – so stellt Neuzugang Ignazio Scozzari vom FC Nöttingen seine Gegenspieler immer wieder vor Probleme. © Hörger, PZ-Archiv
24.10.2010

Ignazio Scozzari vom FC Nöttingen: Flügelflitzer mit starker Technik

Er ist quirlig, schnell und technisch versiert. Mit seinen Dribblings bringt er seine Gegenspieler in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg des Öfteren zur Verzweiflung. Ignazio Scozzari hat sich beim FC Nöttingen gut eingelebt – zur Überraschung vieler Experten, die die Verpflichtung des 22-Jährigen im Sommer noch müde belächelt hatten. „Ich fühle mich sehr wohl beim FCN und habe es mir genau so vorgestellt, wie es zurzeit läuft“, sagt Scozzari und zieht ein positives Fazit über seine ersten Monate bei den Lila-Weißen. „Wenn ich bedenke, dass ich vor drei Jahren noch Kreisliga gespielt habe, bin ich mit dem Erreichten schon zufrieden.“

Aus der Kreisliga durchgestartet

Der Aufstieg des Deutsch-Italieners verlief in der Tat kometenhaft: Nach dem Ende seiner Jugendzeit beim FC Germania Brötzingen wechselte Scozzari in der Winterpause 2007/2008 zum Kreisligisten Buckenberg, den er mit seinen Toren und Vorlagen vor dem Abstieg bewahrte. Vor der Spielzeit 2008/2009 zog es ihn dann zum 1. FC Kieselbronn (Landesliga), wo er unter Trainer Rudi Herzog auf Anhieb Stammspieler wurde, ehe ihn dieser im darauffolgenden Sommer zum 1. FC Pforzheim (Verbandsliga) lotste.

Dort blieben seine starken Leistungen auch Michael Fuchs, dem ehemaligen Coach und heutigen Sportlichen Berater des FC Nöttingen, nicht verborgen, und so kam es vor dieser Runde der Wechsel des 22-Jährigen nach Remchingen.

Beim FCN hat es Scozzari in der Oberliga zwar noch nicht zum Stammspieler geschafft. Mehrmals stand der flinke Offensivspieler aber bereits in der Startformation. Ansonsten wird er regelmäßig eingewechselt – so wie auch am Freitag beim knappen 3:2-Erfolg über den SGV Freiberg, als er in der 33. Minute für den verletzten Andreas Trick kam und seine Sache erneut gut machte.

Als seine Stärken sieht der Youngster vor allem seine Schnelligkeit und seine Dribblings. „Außerdem bin ich ein absoluter Teamplayer. Ich versuche jede Woche, 110 Prozent zu geben.“ Arbeiten müsse er noch an seinem Kopfballspiel und an seiner Statur. „Jeder Spieler hat seine Schwächen. Ich denke, dass ich körperlich noch zulegen muss“, merkt Scozzari selbstkritisch an und verrät, dass ihm die Umstellung von der Verbands- zur Oberliga zunächst schwergefallen ist.

Um sich beim FC Nöttingen zu etablieren, müsse er weiter hart an sich arbeiten, bekennt Scozzari. „Wenn du mal den Sprung von der Kreisliga in die Oberliga geschafft hast, dann willst du immer mehr“, blickt der Rechtsfuß optimistisch in die Zukunft.

Im Moment will er sich aber auf den FC Nöttingen konzentrieren. „Hier habe ich einen guten Trainer, von dem ich noch viel lernen kann. Alles andere, was danach vielleicht noch kommt, ist ein schöner Zusatz“, sagt Scozzari.Jerôme Nell