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André Link kommt nach seinem Olympiadurchhänger langsam wieder in Form.   Faulhaber
André Link kommt nach seinem Olympiadurchhänger langsam wieder in Form. Faulhaber
21.11.2016

Im Endspurt ohne Chance - Königsbacher Erstliga-Schützen unterliegen Saltendorf

Teublitz/Königsbach. So haben sich die Erstliga-Schützen des KKS Königsbach ihr „kleines“ Wettkampfwochenende in der Sporthalle Teublitz gegen Eichenlaub Saltendorf nicht vorgestellt: Mit 1:4 Mannschaftspunkten unterlagen sie den Gastgebern deutlich. Christian Brenneisen holte den Ehrenpunkt und ist weiterhin ungeschlagen.

Vor beeindruckender Zuschauerkulisse – etwa 500 Fans sorgten für Stimmung – begannen beide Teams nicht optimal und man spürte auf beiden Seiten dass „die Luft brennt“, berichtet KKS-Trainer Jens Müller. „Wir konnten uns zunächst besser absetzen und führten zur Mitte das Wettkampfes knapp mit 3:2“, so der Coach. Dem fulminanten Schlussspurt von Saltendorf habe man allerdings wenig entgegensetzen können, was die einzelnen Ergebnisse nicht unbedingt vermuten lassen.

Müllers positives Resümee ist, dass André Link (Position fünf) eine deutlich ansteigende Form zeigt und seine Pause nach Olympia so langsam Früchte trägt. „Er hat seinen Wettkampf gegen Benjamin Moser zwar knapp mit 393 zu 394 verloren, aber hier fehlte nur ein Quäntchen Glück zum Sieg. Wenig glücklich agierte auch Karina Schneider an Position vier (388). Sie fand erst in der letzten Serie zu ihrer Form und konnte Julia Helgert (393) nicht mehr Paroli bieten. Sarah Würz (drei) hat sich ordentlich geschlagen und mit 390 Ringen ihren Schnitt fast bestätigt. Der Österreichische Nationalmannschaftsschütze Nikolaus Blamauer (394) war an diesem Tag einfach eine Spur zu stark für die Jüngste im Team.

Christian Brenneisen (zwei) hatte nach Startschwierigkeiten in der ersten Serie etwas Mühe, in den Wettkampf zu kommen, so Müller, agierte dann aber in bekannter Zuverlässigkeit und holte mit 391 Ringen gegen Claudia Brunner (389) den Ehrenpunkt. Richtig schwer war es für Valerian Sauveplane. Er ist der zuverlässigste der KKS Top-Schützen und seit nahezu 15 Jahren quasi eine Bank im Team. Mit technischen Problemen an seinem Luftgewehr und gesundheitlich angeschlagen gab er den Punkt auf Position eins (391 Ringe) an Julia Simon (393) ab. Der 4:1 Endstand war besiegelt.

„Alles in allem geht der Sieg von Saltendorf in Ordnung, auch wenn es etwas schmerzt“, fasste Müller zusammen. Doch, „diese Mannschaft ist die beste, die ich in all den Jahren trainiert habe. Das einzige, was ab und zu noch fehlt, ist ein wenig Erfahrung in den ganz heißen Kämpfen. Aber die werden wir kriegen, und dabei hat uns Saltendorf schon geholfen.“

Nicht einfacher werden die bevorstehenden Begegnungen. Schon am nächsten Wettkampfwochenende, 3. und 4. Dezember, geht’s gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Prittlbach, sowie Schlusslicht Waldkraiburg. „Also: Aufstehen – Krone richten – weiter machen!“, macht Müller Mut. Trotz der Niederlage hat Königsbach seinen fünften Tabellenplatz in der Ersten Bundesliga Luftgewehr Süd gehalten.