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Das gewohnte Bild bei den GT Masters: Die Meute jagt den Wagen des Teams HCB Rutronik Racing.  Foto: Pommert/Archiv 

Im doppelten Titelglück: HCB-Rutronik Racing holt Fahrer-Titel und den Gesamtsieg in Teamwertung

Remchingen. Auch in dieser Disziplin durfte der Rennstall aus Remchingen, der als Neuling in die Serie gestartet war, jubeln. Im ersten Qualifying am Samstag stellte Dennis Marschall das dritte Mal in Folge seinen Audi R8 LMS mit Position 2 in die erste Startreihe. Für Patric Niederhauser gestaltete sich das Zeittraining etwas unglücklich und endete mit Rang 14.

Zunächst der Rückschlag

Trotz 30 Kilogramm Platzierungsgewicht zusätzlich startete das Meister-Duo im Rennen eins eine sehenswerte Aufholjagd und bot den Zuschauern spannenden Motorsport auf höchstem Niveau. Bis auf Rang vier arbeitete sich das Duo vor, ehe eine von Kelvin van der Linde nicht zu verantwortende Kollision zum Ventil-Schaden führte. Der Südafrikaner musste zum Reifenwechsel, der ihn bis auf die 19. Position zurückwarf. Ähnlich unglücklich lief es auch für Dennis Marschall, der durch einen unverschuldeten Startunfall bereits in der ersten Rennrunde aufgeben musste. Im Titelkampf um die Teamwertung war das ein Rückschlag, aus neun Punkten Vorsprung für HCB-Rutronik-Racing wurden zwei Punkte Rückstand. Das aber war Motivation für das Sonntags-Finale, das Team wollte dieses Pech schnell wieder ausgleichen. Diesen Anspruch bestätigte Kelvin van der Linde eindrucksvoll mit einer Fabelzeit im Qualifying, mit der er dem Debüt-Team die vierte Poleposition der Saison sicherte. Mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg bestätigten Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser ihre Rolle als Champions und bauten ihren Vorsprung in der Fahrerwertung auf 59 Zähler aus.

Erneut vom Pech verfolgt waren Carrie Schreiner und Dennis Marschall, deren Auto von einem übermotivierten Mitbewerber an der Vorderachse getroffen wurde. Die Folge war ein Felgenschaden, der den Audi mit der Startnummer acht in der vorletzten Rennrunde zur Aufgabe zwang. Trotz zahlreicher unglücklicher Momente im Saisonverlauf, schaffte das Duo mit Platz 10 den Sprung in die Top Ten der Juniorwertung. Am Ende war Teamchef Fabian Plentz überglücklich. „Es war eine unglaubliche Saison. Für mich war es besonders zu sehen, wie sehr sich jeder einzelne aus dem Team gefreut hat und sichtbar berührt war. Es macht mich extrem stolz so ein tolles Team aufgebaut zu haben und ich blicke nun bereits motiviert auf unseren Saisonabschluss nach Macau.“

Nach einem äußerst erfolgreichen ADAC GT Masters Debüt, steht für den Remchinger Rennstall in zwei Wochen das Finale in der Serie DMV GTC auf dem Hockenheimring an, gefolgt vom FIA GT World Cup in Macau, wo das Meisterteam vom 15. bis 17. November als Audi Sport Team Rutronik um die Weltmeisterschaft im GT-Sport kämpfen wird.