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Den Halt verloren hat die TGS, nachdem sie viel mehr als Gegner Kornwestheim von Sanktionen betroffen war. Nach der Roten Karte Karte gegen Yanez Kirschner ließ die Gegenwehr der Pforzheimer nach.

Im „falschen Film“ fehlt der TGS Pforzheim das glückliche Ende

Pforzheim/Kornwestheim. Handball-Drittligist TGS Pforzheim hat beim SV Salamander Kornwestheim mit 24:29 (9:12) verloren. Wie seit Jahren entwickelte sich gegen diesen Gegner ein Spiel, das nichts für schwache Nerven war. In der Pforzheimer Abwehr glänzte Michal Wysokinski, der Pole erhielt drei Zeitstrafen. Auch Yanez Kirschner sah die Rote Karte, musste als vorzeitig duschen.

„Es war ein vollkommen faires Spiel beider Mannschaften, keine versteckten Fouls und nie irgendeine Überhärte. Da kommt man sich vor wie in einem falschen Film, wenn eine Mannschaft sieben Zeitstrafen und zwei Rote Karten erhält und die andere Mannschaft gerade mal eine einzige Zweiminutenstrafe“, haderte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel: „Diese Strafen haben und das Genick gebrochen.“

Florian Taafel wurde durch eine versetzte, offensive Deckungsvariante von Beginn an weitgehend aus dem Spiel genommen, dadurch kamen die Qualitäten von Filip Prsa auf der halbrechten Angriffsposition auch nicht wie erhofft zum Tragen. Dennoch führt die TGS nach einer Viertelstunde mit 7:4. Doch dann wurde Wysokinski zum ersten Mal hinausgestellt, was der Gegner für einen 3:0-Lauf nutzte. Das 8:7 der Hausherren bedeutete dann ihre erste Führung. Acht Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erhielt Sruk eine Zeitstrafe. Diese nutzte Kornwestheim, um auf 15:11 zu erhöhen. Trotz der zweiten Hinausstellung von Wysokinski fiel noch keine Vorentscheidung. In der 37. Minute hieß es sogar 16:16.

Doch kurz darauf war für Wysokinski der Arbeitstag zu Ende. Nach seiner dritten Zeitstrafe ging es hin und her. In der 44. Minute musste bei der TGS Patrick Zweigner für zwei Minuten raus, was der Gegner wieder zu einer Drei-Tore-Führung nutzte. Die Gäste rappelten sich wieder auf, ging in der 49. Minute mit 23:22 in Führung. Der nächste Tiefschlag war dann Rot gegen Yanez Kirschner (51.). Er habe sich einem heranstürmenden Gegner in den Weg gestellt, was „oft als Stürmerfoul geahndet wird“, hieß es in einer Mitteilung der TGS.