nach oben
Einmal mehr könnte der VfB (rechts Andreas Beck) in Bedrängnis kommen. Gegner ist Bayer Leverkusen mit Julian Brandt. Foto: dpa
Einmal mehr könnte der VfB (rechts Andreas Beck) in Bedrängnis kommen. Gegner ist Bayer Leverkusen mit Julian Brandt. Foto: dpa
12.04.2019

Immer noch im Tief: Bundesligist VfB Stuttgart verharrt im Abstiegskampf

Stuttgart. Im Abstiegskampf der Bundesliga kommt der VfB Stuttgart einfach nicht vom Fleck. Im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ist Stuttgart in der Außenseiterrolle.

Markus Weinzierl versucht seit Monaten den VfB auf Kurs zu bringen. Vielleicht kann ihm von nun an der neue Sportdirektor Sven Mislintat helfen. Auf jeden Fall stecken die Stuttgarter in der Fußball-Bundesliga weiter tief im Abstiegskampf. So weiß der 44-jährige Weinzierl nicht, ob er in ein paar Wochen noch Trainer des Clubs ist: Sein Vertrag läuft bis 2020 hat aber nur für die Bundesliga Gültigkeit.

Mit dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen steht für den Tabellen-16. am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) die nächste richtungsweisende Aufgabe an. „Es geht darum, die Saison zu retten und zu reparieren“, sagt Weinzierl.

Es sieht stark danach aus, dass das nur über die Relegation möglich sein wird. Nach bisher 28 Spielen hat der VfB nur 21 Punkte – zwölf Zähler weniger als in der Abstiegssaison 2015/16 zum selben Zeitpunkt. Falls die Verantwortlichen um Sportvorstand Thomas Hitzlsperger über Alternativen auf der Trainerbank nachdenken, wäre das nicht überraschend. Weinzierl denkt momentan über ganz andere Dinge nach. „Wo kriegen wir mehr Torgefahr her? Das ist unsere größte Problematik“, sagte er: „Wenn Mario Gomez nur die Hälfte seiner Großchancen gemacht hätte, dann wären wir in einer anderen Situation.“ Doch wie viele seiner Mannschaftskollegen befindet sich der 33-jährige der Ex-Nationalspieler im Formtief.

Gegen die offensivstarke Werkself werden sich dem VfB zwangsläufig Räume bieten. Fraglich ist nur, wer diese nutzen soll. Weinzierl glaubt, dass Bayer seinem Team eher liegen als zuletzt beim 1:1 der 1. FC Nürnberg: „Mit der Favoritenrolle hatten wir unsere Probleme. Jetzt werden wir weniger das Spiel machen müssen und das wird uns, denke ich, schon auch zugute kommen.“

Viele Baustellen

Sportdirektor Mislintat muss sich bald ein Bild von den Baustellen der Stuttgarter verschaffen. Die Abwehr hat mit Ozan Kabak, Marc Oliver Kempf und Timo Baumgartl viel Talent, wird aber ihren zentralen Verteidiger verlieren, da Weltmeister Benjamin Pavard für 35 Millionen Euro zum FC Bayern wechselt. Ex-Nationalspieler Holger Badstuber spielt momentan keine Rolle und dürfte als einer der Topverdiener ein möglicher Abgang sein. Erst recht unwahrscheinlich ist, dass Rechtsverteidiger Pablo Maffeo eine weitere Chance bekommt. Er darf derzeit noch nicht einmal mittrainieren. Der junge Argentinier Nicolás González ließ viele Chancen aus. Anastasios Donis ist schnell, fiel aber auch mit mangelnder Disziplin auf. So ist offensiv vor allem Steven Zuber ein Lichtblick, doch er soll nach der Saison zurück zu 1899 Hoffenheim.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Kabak, Pavard, Kempf – Beck, Ascascibar, Sosa – Esswein, Zuber – Donis, Gonzalez