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Zu viele Löcher gab es in der TGS-Abwehr beim Heimspiel gegen Neuhausen (Foto). Das soll sich in Dansenberg nicht wiederholen. Hennrich, PZ-Archiv 

In Dansenberg wartet ein Schlüsselspiel auf die TGS Pforzheim

Pforzheim. Nach drei Siegen in Folge stehen Handball-Drittligist TGS Pforzheim an den nächsten beiden Wochenenden bei TuS Dansenberg, einem Stadtteil von Kaiserslautern, und der HG Saarlouis, zwei harte Auswärtsprüfungen bevor. Die Fahrten über den Rhein waren für die Wartberger in der vorigen Saison recht erfolgreich. So hat man auch mit 25:20-Treffern aus Dansenberg, die Punkte mitgebracht.

Diesmal dürfte dies wesentlich schwerer werden, denn die gastgebenden Pfälzer haben sich zur neuen Runde mächtig verstärkt und lauern mit 16:8-Punkten auf Platz sechs genauso wie die 15:9-Punkte auf-weisenden Wartberger darauf, doch noch ganz oben mit eingreifen zu können, Voraussetzung dafür ist freilich beiderseits: am Samstag das Schlüsselspiel als Sieger zu beenden.

Nachdem man sich im Vorjahr als Aufsteiger mit der Verpflichtung des Franzosen Laurent Loic, der aus der 2. französischen Liga Erfahrung mitbrachte, gerade noch die zweite Saison in der 3. Bundesliga rettete, hat man in Kaiserslautern zwischen den Runden Nägel mit Köpfen gemacht und die Mannschaft mit Keeper Kevin Klier, der von der TSG Friesenheim jahrelange Erfahrung aus der 1. und 2. Bundesliga mitbrachte, Sebastian Bösing vom 2.Liga-Absteiger HSG Konstanz sowie Ex-Jugend-Nationalspieler Robin Egelhof, ebenfalls von den Friesenheimer Eulen, mächtig verstärkt. Dass Egelhof am Samstag wegen eines Schlüsselbeinbruchs nicht mitmischen kann, dürfte nicht zum Nachteil zur Pforzheimer sein.

Gegenüber der letzten Begegnung mit Neuhausen wird man sich bei den Wartbergern auf einen ganz anderen Gegner einstellen müssen. Dansenberg praktiziert eine konsequente 6:0-Deckung, Freiräume am Kreis, wie sie sich Michal Wysokinski und Davor Sruk am Samstag gegen die offensiv deckenden Neuhäuser boten, wird es in Kaiserslautern nicht geben. Und auch der Pforzheimer Rückraum wird es nicht einfach haben, die Riesen im Innenblock vor Kult-Keeper Klier zu überwerfen.

Abwehr muss sich steigern

Die eigenen Angriffe geduldig ausspielen, die Abschlüsse gut vorbereiten und im Umgang mit den Chancen nicht fahrlässig sein, werden die Ratschläge sein, die Andrej Klimovets seinen Schützlingen mit aufs Parkett geben wird. Dass die Abwehr gegen Scharfschützen wie Loic und Clauss kompakter stehen muss, als beim vorausgegangenen Spiel der offenen Tore, steht ebenfalls außer Frage. Vom personellen können die Nordstädter weiter aus dem Vollen schöpfen, lediglich der verletzte Keeper Sebastian Ullrich steht nicht zur Verfügung.