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Wenn es nach Trainer Alois Schwartz geht, verlieren die Spieler des Karlsruher SC im spanischen Trainingslager ihre Abschlussschwäche. Die KSC-Fans würde es freuen, wenn sie ein paar Tore mehr im Wildparkstadion bejubeln könnten. Foto: dpa

In Spanien arbeitet der KSC an seiner Abschlussschwäche

Karlsruhe/Rota. Gute Bedingungen hat der Fußball-Drittligist Karlsruher SC bei seiner Ankunft im südspanischen Rota vorgefunden: Die Unterkunft hat vier Sterne, „das Wetter ist weitaus besser als in Deutschland, der Platz ist saftig grün und trocken“, fasste Sportdirektor Oliver Kreuzer die erste Trainingseinheit auf dem Gelände des Hotels „Elba Costa Ballena Beach & Thalasso Resort“ zusammen.

Seit Samstag bereitet sich die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz in der andalusischen Provinz Cadiz auf die zweite Saisonhälfte vor – wie schon einmal 2015. Am 20. Januar geht es mit dem Heimspiel gegen Unterhaching in die Punktehatz, wegen des Nachholspiels in Osnabrück (Mittwoch, 14. Februar) stehen bis zum 12. Mai noch 19 Punktspiele auf dem KSC-Programm.

Drei Torhüter und 21 Feldspieler hat der Karlsruher Chefcoach mit an die Atlantikküste genommen. Nathaniel Amamoo (20/Vertrag bis 2020), Oguzhan Aydogan (20/bis 30. Juni von Besiktas Istanbul II ausgeliehen), sowie Severin Buchta (20) spielen in Schwartz‘ Überlegungen keine Rolle und sind nicht dabei.

Dass der KSC das durch die Rückkehr des polnischen U21-Nationalspielers Oskar Zawada in seine Heimat (Wisla Plock) freigewordene Geld dazu nutzt, personell nachzurüsten, ist derzeit unwahrscheinlich. Der Lizenzspieleretat sei „ausgereizt“, hatte Clubchef Ingo Wellenreuther beim Trainingsauftakt erklärt.

Um im Kampf zumindest um Tabellenplatz drei noch ein Wörtchen mitreden zu können ist der KSC gefordert, mehr Tore zu schießen. Nur drei Mannschaften haben im bisherigen Saisonverlauf seltener getroffen. Alois Schwartz muss also dafür sorgen, dass seine Mannschaft mehr Torgefahr ausstrahlt, ohne die unter seiner Regie erstklassige Abwehrarbeit zu vernachlässigen. „Höher stehen und früher angreifen“ nennt Schwartz deshalb Ziele für die Trainingsarbeit. Ob es hilft, kann schon der Test am Dienstag, 16.00 Uhr, gegen den spanischen Drittligisten UD San Fernando zeigen.