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Die Konstanz in Person: Interview mit KSC-Spieler Daniel Gordon.
Die Konstanz in Person: Interview mit KSC-Spieler Daniel Gordon © dpa
26.02.2014

Interview mit KSC-Spieler Daniel Gordon

Seine Zweikampfbilanz ist beeindruckend. Überhaupt: Daniel Gordon spielt in der Innenverteidigung des KSC konstant auf sehr hohem Niveau: Der Nationalspieler Jamaikas gehört zu den besten Abwehrspielern der zweiten Fußball-Bundesliga.

PZ: Herr Gordon, Ihre Zweikampfbilanz ist beeindruckend, in den beiden letzten Partien gewannen Sie jeweils fast 90Prozent aller Zweikämpfe…

Daniel Gordon: : Puh, schön. Das hört man gerne ...

… und in der Luft waren es hundert Prozent der Duelle, die Sie erfolgreich bestritten.

Wow…

PZ: Sie sind bei dieser Bilanz eigentlich in der zweiten Liga unterfordert?

Daniel Gordon: Ich gebe alles, versuche mich im Sinne der Mannschaft einzubringen. Dass das statistisch so gut gelingt, ist schön.

Wenn man in der zweiten Liga solche Werte hat, denkt man sicher: Das müsste in der ersten Liga auch klappen, denkt man an Gegner wie Lewandowski ….

Auf den ersten Blick vielleicht. Ich durfte da ja auch schon ein paar Mal spielen. Doch im Moment ist das in weiter Ferne …

..aber wenn man den Relegationsplatz belegt – dann ist die erste Liga nicht in weiter Ferne.

Natürlich ist unsere Position im Moment grandios, und es kann in die richtige Richtung gehen. Der Aufstieg ein Traumziel. Aber: Da vorne ist alles sehr, sehr eng. Wir tun gut daran, die 40 Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln und uns ganz allein darauf zu konzentrieren.

PZ: Die richtige Richtung – das ist der Aufstieg, oder?

Daniel Gordon: Nein – die richtige Richtung ist die 40 Punkte Marke.

PZ: Karlsruhe hat aus den drei Spielen im Jahr 2014 fünf Punkte ergattert. Zufrieden?

Daniel Gordon: Ich denke, wir können zufrieden sein. Das waren drei schwere Spiele, insgesamt ist diese Bilanz absolut in Ordnung.

PZ: Und die Punkteausbeute wird jetzt durch einen Sieg in Aalen noch verbessert?

Daniel Gordon: Ich hoffe es. Ich will, wir alle wollen natürlich dort gewinnen. Aber ich habe den Aalener Sieg in Kaiserslautern am Fernseher verfolgt. Das wird eine harte Nuss. Wir sind durch diesen Überraschungssieg gewarnt und wissen, dass wir alles reinwerfen müssen, um dort zu bestehen.

PZ: Der KSC belegt Platz drei: Ist das Bürde oder Ansporn?

Daniel Gordon: Ich glaube, das muss man differenziert sehen. Wenn man die Tabellensituation sieht, will man natürlich nach mehr greifen – und so entsteht für manch einen etwas Druck. Das kann Antrieb sein, kann aber auch etwas lähmen. …

PZ: Wie ist es bei Ihnen?

Daniel Gordon: Mich treibt es an. Die letzten Spiele haben in diese Richtung gezeigt, da war ich gut drauf.

PZ: Hatten sie in der Vorbereitung auf die Restrunde Angst Ihren Stammplatz verlieren?

Daniel Gordon: Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft unser Trainer ist ein Perfektionist und Manuel Gulde ein richtig guter Spieler. Ich habe eine gute Hinrunde gespielt, trotzdem war mir klar, dass ich diese Leistung bestätigen muss.

PZ: Ein KSC-Fan erklärte zu ihrer tollen Statistik: Der heißt jetzt: „Air – der Herr der Lüfte“ ...

Daniel Gordon: Das stimmt leider nicht ganz. Ich hatte gegen Sandhausen vorne eine gute Gelegenheit, wenn ich die mit dem Kopf nütze und das Ding rein mache – dann können wir darüber reden. Defensiv stimmt´s – offensiv arbeite ich noch daran.