nach oben
Angriffslustig, wie hier im Hinkampf Alexandru Chirtoaca (rechts) gegen Ispringens Anatolii Buruian, wird sich Weingarten auch am Freitagabend zeigen.   Hennrich
Angriffslustig, wie hier im Hinkampf Alexandru Chirtoaca (rechts) gegen Ispringens Anatolii Buruian, wird sich Weingarten auch am Freitagabend zeigen. Hennrich
07.12.2017

Ispringen gegen Weingarten: Im heißen Ringerderby geht es schon ums Finale

Der KSV Ispringen ist ja noch relativ neu im großen Ringer-Geschäft. Dank der Unterstützung von Mäzen und Präsident Werner Koch ist die Riege aus dem Enzkreis aber schon eine ziemlich große Nummer im deutschen Mannschafts-Ringersport. 2014 aufgestiegen in die 1. Bundesliga, etablierte sich das Team schnell an der Spitze.

2015 scheiterte man noch im Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft am ASV Nendingen, 2016 schaffte man den Sprung ins Finale gegen Germania Weingarten. Obwohl de Rückkampf in der Bertha-Benz-Halle mit 13:11 gewonnen wurde, holte Weingarten dank des 13:9 im Hinkampf den DM-Titel.

Die Ringer-Bundesliga ist seither Geschichte – zumindest für einen Teil der deutschen Spitzenclubs. Fünf davon haben sich für die neue Saison 2017 in der Deutschen Ringerliga (DRL) zusammengeschlossen – um ihren Sport besser zu vermarkten und besser präsentieren zu können, wie es heißt. Ispringen und Weingarten zählen zu den Ringer-Rebellen. Dreimal treffen die DRL-Clubs in Vor- und Rückrunde aufeinander, bevor am 27. Januar und 3. Februar 2018 die beiden Ersten der Tabelle in Hin- und Rückkampf den ersten Meister der DRL unter sich ausmachen.

Wie es aussieht, ist Spitzenreiter VfK Schifferstadt durch. Das sieht auch Sportchef Sebastian Meyer von Germania Weingarten so. Um Platz zwei streiten sich Weingarten, Nendingen und Ispringen. Deshalb ist der Rückkampf zwischen Weingarten und Ispringen (20.30 Uhr, Mineralix Arena) auch so wichtig. Der Hinkampf in der Pforzheimer Jahnhalle endete 12:7 für Weingarten. Gewinnt Ispringen, rückt die Finalteilnahme näher.

Der Kampf wurde auf Freitag verlegt, weil Sport 1 vor Ort sein wird. Der bundesweit ausgestrahlte Spartensender bringt am Samstag ab 16.00 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung des Nordbaden-Derbys. Darauf ist man in Weingarten und Ispringen ziemlich stolz. „Das ist eine tolle Sache. Das hat der Deutsche Ringer-Bund nie hingebracht, dass ein bundesweit ausgestrahlter Sender so ausführlich über die Bundesliga berichtet“, sagt Diana Mehner, die Sportliche Leiterin des KSV Ispringen. Vier Mal wird Sport 1 in dieser Saison sein Ringer-Magazin am Samstag bringen. Dreimal wird der KSV Ispringen dabei eine Rolle spielen. Deshalb sind auch die Kämpfe am kommenden Freitag zuhause gegen Nendingen und am 19. Januar, erneut gegen Weingarten, auf einen Freitagabend verlegt worden.

Einen Favoriten für die heutige Begegnung gibt es nicht. Diana Mehner lässt sich wie immer nicht in die Karten schauen, wenn es um die Nominierung der Ringer geht. Nur soviel: „Es heißt deutsche Ringerliga, deshalb sollen soviele deutsche Ringer am Start sein, wie es vertretbar ist. Wir wollen auf alle Fälle einen attraktiven und offenen Kampf sehen.“ Beim Gegner Weingarten wird sicher der bärenstarke Publikumsliebling Alejandro Valdes auf die Matte gehen. Der Kubaner ist ein Punktegarant beim dreifachen deutschen Mannschaftsmeister. Im Hinkampf hatte er noch gefehlt.