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Trainer Bernd Reichenbach freut sich mit seinem Ringer Marcel Ewald über den Sieg. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Trainer Bernd Reichenbach freut sich mit seinem Ringer Marcel Ewald über den Sieg. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
18.09.2016

Ispringer Bundesliga-Ringer bleiben mit 12:8 beim TuS Adelhausen auf Erfolgskurs

Zwei Kämpfe, zwei Siege – die Bundesliga-Ringer des KSV Ispringen können mit dem Saisonstart zufrieden sein. Beim TuS Adelhausen musste die Truppe von Trainer Bernd Reichenbach aber alle Register ziehen, um mit 12:8 die Oberhand zu behalten. „Wir haben zwei Vierer-Wertungen erzielt und bei Niederlagen zumeist nur wenige Punkte abgegeben. Das war entscheidend“, bilanziert der Ispringer Coach.

Zum Auftakt sorgten der technisch überlegene Marcel Ewald (57 Kilo/Freistil: 4:0 gegen Fabian Schmitt) und der schwedische Olympia-Teilnehmer Johan Euren (130 Kilo, Griechisch-Römisch: 2:0/8:2 Mattenpunkte gegen Christian John) zwar für die Ispringer 6:0-Führung. Die Gastgeber holten allerdings rasch auf. Ein Grund war der Ausfall von KSV-Ringer Muhammed Yasin Yeter, der sich beim Saisonstart in Mainz am Knöchel verletzt hatte. „Deshalb mussten wir umstellen“, betont Reichenbach.

Adelhausen machte vor allem in den niederen Gewichtsklassen Boden gut. Chancenlos blieb KSV-Neuzugang Ibrahim Fallacara in der 61er-Gewichtsklasse/Griechisch-Römisch gegen Ivo Angelov, der schon nach wenigen Minuten mit 4:0 die technische Überlegenheit schaffte. Kevin Henkel (66 Kilo/Freistil: 0:1 gegen Alexander Semisorow) und Frunze Harutyunyan (66 Kilo/Griechisch-Römisch: 0:1 gegen Danijel Janecic) hielten ihren Niederlagen derweil in Grenzen. Dasselbe galt für den Schweden Zakarias Berg, der sich im griechisch-römischen Stil bis 86 Kilo dem Adelhausener Pascal Eisele knapp mit 4:6 Mattenpunkten (0:1) beugen musste. Auch Fabian Fritz (75 Kilo/Griechisch-Römisch) unterlag durch eine Kopfklammer seines Gegners Sascha Keller hauchdünn 6:7 (0:1).

Im Endspurt konnte sich Reichenbach einmal mehr auf seine Routiniers verlassen. Der Pole Radoslaw Baran hatte in der 98er-Freistilklasse gegen den ehemaligen Ispringer Stefan Kehrer zwar Mühe im Bodenkampf, sicherte sich Dank der letzten Wertung aber noch den 1:0-Sieg. Dasselbe Kunststück gelang Michael Kaufmehl in der 86er-Freistilklasse gegen den Adelhausener Carsten Kopp. „Michael muss im Angriff noch zulegen und aggressiver agieren“, zeigte sich sein KSV-Trainer aber nicht ganz zufrieden.

Die Gala-Vorstellung des Abends zeigte sein Teamkollege Kakhaber Khubetzthy (75 Kilo/Freistil). Mit seinem Kontrahenten Osman-Kubilay Cakici machte der russische Ex-Weltmeister kurzen Prozess und holte, technisch überlegen, die zweite und entscheidende Ispringer Viererwertung.