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Beim Ispringer Sieg zeigte Kakhaber Khubezthy (rechts) eine herausragende Leistung. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Beim Ispringer Sieg zeigte Kakhaber Khubezthy (rechts) eine herausragende Leistung. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
20.11.2016

Ispringer Bundesliga-Ringer schaffen Revanche und klettern auf Platz eins

Schifferstadt/Ispringen. Mit Revanchegelüsten ist Bundesligist KSV Ispringen zum VfK Schifferstadt gefahren und mit einem 18:6-Erfolg aus der Pfalz heimgekehrt. Den Vorkampf hatte der KSV auf der Matte überraschend mit 9:11 verloren. Da Ispringen den aufgrund einer Freistellung des Schifferstädter Olympiadritten Denis Kudla vom Deutschen Ringer-Bund angesetzten Nachholkampf ablehnte, stand am Ende sogar ein 9:15 zu Buche.

Am Samstag mussten die Pfälzer nun verletzungsbedingt auf Kudla verzichten. Die Staffel von KSV-Trainer Bernd Reichenbach trat hoch motiviert in der Wilfried-Dietrich-Halle an, feierte einen überlegenen Sieg und übernahm nach der Weingartener Niederlage beim KSV Aalen die Tabellenspitze. Trainer Reichenbach war „hoch zufrieden“ mit den Leistungen der Mannschaft. „Kakhaber Khubezthy bot mit dem italienischen Olympiadritten Frank Chamizo Ringen von einem anderen Stern“, schwärmte Reichenbach von der Leistung des Russen, der im letzten Kampf gegen den gebürtigen Kubaner zu einem klaren 6:0 kam. Unglücklich war dagegen die Niederlage von Ardo Arusaar gegen Schifferstadts U-23-Europpameister Etka Sever. Gegen den Esten wurde in der letzten Kampfminute eine Verwarnung ausgesprochen und Sever bekam schließlich durch die letzte Wertung den Sieg zugesprochen.

Nachdem Kevin Henkel das Gewicht für die 66-kg-Klasse nicht schaffte, musste Marcel Ewald „einspringen“, der sich gegen den körperlich überlegenen Maxim Perpelita gut aus der Affäre zog und „nur“ mit 0:3 unterlag. Erfreulich für Ispringens Trainer auch der 5:2-Punktsieg von Michael Kaufmehl, der sich gegen Patryk Dublinowski für seine Vorkampfniederlage revanchierte.

Von Anfang an bestimmten die KSV-Athleten das Kampfgeschehen und lagen nach den ersten fünf Kämpfen zur Pause mit 11:1 in Front: Ibrahim Fallacara zeigte gegen Nedyalko Patrov großen Kampfgeist und machte aus dem 7:7 zu Beginn der letzten Minute kurz vor Kampfende noch ein 10:7. Nick Matuhin zeigte, dass er der beste deutsche Freistil-Schwergewichtler ist und holte Ralf Böhringer, ansonsten ein griechisch-römisch-Spezialist, beim 16:0 immer wieder von den Beinen. Schnell hatte Ivan Guidea seine Aufgabe gegen Aytug Yilmaz erfüllt, da er den Gegner nach einer 14:0-Führung schon nach 50 Sekunden auf die Schultern legte. Glück dann für Muhammed Yasin Yeter, für den beim 1:0 gegen den Polen Tomasz Swierk die Verwarnungen entschieden.

Nach der Pause erhöhte Kaufmehl auf 13:1. Dann kam Zakarias Berg zu einem leichten 8:0 über Ilyas Özdemir, Igor Besleaga unterlag wie im Vorkampf dem ungarischen Junioren-Europameister Zoltan Levai (2:5). Kommenden Sonntag tritt Ispringen dann beim neuen Zweiten KSV Aalen an.