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Auch Hitze und aufgewirbelter Wüstensand macht den Sportlern in der Wüste Nevadas am Lake Las Vegas zu schaffen. Foto: privat
Auch Hitze und aufgewirbelter Wüstensand macht den Sportlern in der Wüste Nevadas am Lake Las Vegas zu schaffen. Foto: privat
01.01.2018

Ispringer Fabian Breitsamer wird im Team Zweiter im 24-Stunden-Hindernisrennen

Las Vegas/Ispringen. Mit einem Platz auf dem Treppchen in der Mannschaftswertung ist der Ispringer Fabian Breitsamer vom World’s Toughest Mudder 2017 heimgekehrt: 192 Kilometer liefen die vier Männer vom Team Germany 1 und sicherten sich so den Vize-Weltmeistertitel im 24-Stunden-Hindernisrennen.

1600 hartgesottene Läufer aus der ganzen Welt hatten sich in der Wüste Nevadas am Lake Las Vegas versammelt. Das dortige Rennen bestand aus einem gut acht Kilometer langen Kurs mitten in der Wüste, gespickt mit 21 Hindernissen, welche den Läufern Kraft, Ausdauer, Geschick und Mut abverlangten. Beim World’s Toughest Mudder galt es, ab samstags, 12 Uhr in gut 24 Stunden möglichst viele Runden zu absolvieren. Anspruchsvoll war dies auch wegen der äußeren Bedingungen: Tagsüber etwas über 30 Grad in der prallen Sonne, nach dem Sonnenuntergang ab 17 Uhr fällt die Temperatur dann sukzessive auf unter 10 Grad. Die Folge: Etliche Läufer mussten nach Einbruch der Dunkelheit aufgeben oder wurden von den Medizinern aus dem Rennen genommen. „Sicherheit steht auch bei diesem Rennen an erster Stelle“, sagt Breitsamer.

Das Team um den 28-jährigen Ispringer hatte sich monatelang auf diesen Wettkampf vorbereitet. „Wer bei diesem Wettkampf ganz vorne mitlaufen möchte, muss mental sehr stark sein“, betont Breitsamer. Die Taktik von Team Germany 1 beschreibt er so: „In erster Linie nur auf sich selbst schauen und einen eigenen Rhythmus zu finden. Erst nach der ersten Rennhälfte wird zum ersten Mal auf die Ergebnistafel geschaut.“ Zu diesem Zeitpunkt – nach zwölf Stunden, um Mitternacht – lagen die Deutschen zwischen Team Amerika 7 und Amerika 8 auf Rang zwei.

Danach wurde es richtig hart: „Im Verlauf des Wettkampfes hat man immer mit Tiefpunkten zu kämpfen“, sagt Breitsamer – und zählt auf: „Magenprobleme, Unterkühlung, Schüttelfrost, Schürfwunden, schmerzende Muskeln und Gelenke.“ Aber die Aussicht auf einen Podiumsplatz war da – zumal sich das Teilnehmerfeld lichtete. Breitsamer und sein Team ließen sich auch durch die Kälte nicht aus dem Konzept bringen. Gegen 5.30 Uhr ging dann zwar die Sonne auf. Aber die Hoffnung auf angenehmere Temperaturen verflog schnell: die Sonne schaffte es nicht durch die Wolkendecke. Nach 18 Stunden führten schließlich die beiden US-Teams vor dem deutschen Quintett. Diese Rangfolge sollte bis zum Zieleinlauf Bestand haben.

WM-Dritter! Oder? Als Breitsamer schon wieder in Deutschland war, änderte sich das Ergebnis: „Ein Athlet aus dem Team ,Amerika 7‘, die auf den ersten Platz gelaufen waren, wurde positiv auf eine Substanz der Dopingliste getestet“, berichtet er. Die Folge: Vize-Weltmeister!