nach oben
Den Gegner aus Mömbris-Königshofen hatten Ispringens Ringer (links Ivan Guidea) stets im Griff. Foto: Hennrich
Den Gegner aus Mömbris-Königshofen hatten Ispringens Ringer (links Ivan Guidea) stets im Griff. Foto: Hennrich
20.12.2015

Ispringer Ringer nach 18:8-Sieg über Mömbris-Königshofen im DM-Halbfinale

Die Ringer des KSV Ispringen haben sich durch ein traumhaftes Ergebnis den Traum vom Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft erfüllt. Nach dem klaren 18:8-Heimsieg über die RWG Mömbris-Königshofen belegt der Bundesliga-Aufsteiger mit 8:4 Punkten den zweiten Platz in der Zwischenrundengruppe A hinter Germania Weingarten (10:2). In der Vorschlussrunde am 9. und 16. Januar treffen die Ispringer nun auf Titelverteidiger ASV Nendingen. Das zweite Halbfinale bestreiten Weingarten und Mainz.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Vor allem, weil sie Rückschläge weggesteckt hat“, bilanziert KSV-Trainer Bernd Reichenbach und gibt sich kämpferisch: „Auch gegen Nendingen sind wir nicht chancenlos.“

Chancenlos blieb freilich der letzte Gruppengegner des Ispringer Teams in der Schulsporthalle. Lediglich acht Punkte holten die Gäste aus Mömbris-Königshofen, waren einen Tag nach der 8:19-Heimpleite gegen Weingarten aber auch nicht in Bestbesetzung angereist. Für einen Hauch Weltklasse sorgte aber der Kubaner Alejandro Valdes Tobier in der 66-Kilo-Freistilklasse. Beim Duell mit dem Ispringer Leistungsträger Mihail Sava griff Tobier tief in seine Trickiste und wirbelte den Moldawier per Kopfklammer wie eine Puppe über die Matte, bis die technische Überlegenheit (18:2) feststand.

Drei Vierer-Wertungen sicherten sich allerdings auch die Gastgeber. Sowohl Israil Kasumov (75 Kilo/Freistil: 15:0 gegen Kubilay Cakici) siegte ebenso mit technischer Überlegenheit wie Igor Besleaga (75-Kilo/Griechisch-Römisch: 17:0 gegen Cristian Fetzer). Auch Michael Kaufmehl ließ in der 86er-Freistil-Klasse seinem zehn Kilo schwereren Gegner Martin Otto keine Chance. Dabei war der Kampf wegen Übergewicht des Gästeringers schon vor dem Beginn entschieden.

Für die restlichen Ispringer Punkte sorgten Ivan Guidea (61 Kilo/Freistil), Mohammed Yasin Yeter (66-Kilo/Greco) und Johannes Kessel (130 Kilo/Freistil). Ceyhun Zaidov (57 Kilo/Greco: 0:2/0:6 gegen Anders Rönningen) und Konstantin Schneider (86 Kilo/Greco: 0:1/0:2 gegen Robert Rosengren) gaben nur kleine Wertungen ab. Dasselbe galt für den Esten Ardo Arusaar (98 Kilo/Greco), der beim 4:4 gegen den Mömbriser Fredrik Schön nur aufgrund der letzten Wertung mit 0:1 unterlag.

„Dass wir so weit kommen, hätte vor der Saison niemand gedacht“, gesteht Michael Kaufmehl. „In der Zwischenrunde sind wir immer stärker geworden und haben auch als Team zusammengefunden“, weiß der deutsche Nationalringer, der mit dem KSV Ispringen das erste DM-Halbfinale seiner Laufbahn ins Visier nimmt.