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Bis zuletzt alles gegeben haben im DM-Halbfinale gegen Nendingen die Ispringer Ringer um Konstantin Schneider (rechts). Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Bis zuletzt alles gegeben haben im DM-Halbfinale gegen Nendingen die Ispringer Ringer um Konstantin Schneider (rechts). Foto: Ripberger/PZ-Archiv
17.01.2016

Ispringer Ringer verlieren letzten Bundesliga-Kampf der Saison nur knapp

Ispringen/Balingen. Die Ispringer Ringer hätten ein kleines Wunder gebraucht, um doch noch den Sprung ins Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu schaffen. Doch das war im Halbfinal-Rückkampf bei Titelverteidiger ASV Nendingen erwartungsgemäß unmöglich. Nachdem der Bundesliga-Aufsteiger das Duell in der Pforzheimer Jahnhalle vor einer Woche überdeutlich mit 6:20 verloren hatte, ging es am Samstagabend beim 9:11 in der Balinger Sparkassen Arena wesentlich knapper zu.

„Wir haben bis auf Israil Kasumov die stärkstmögliche Mannschaft aufgeboten“, versichert KSV-Trainer Bernd Reichenbach. „Mit etwas Glück wäre sogar ein Unentschieden drin gewesen.“ Dass er und seine Ringer beim DM-Finale zwischen Titelverteidiger Nendingen und dem SV Germania Weingarten (23./30. Januar) nur Zuschauer sind, ficht Reichenbach nicht an. „Die Mannschaft hat sich beim zweiten Kampf gegen Nendingen klar gesteigert und ihr Potenzial gezeigt“, betont der Südbadener. „Wir sind Liga-Neuling und zählen auf Anhieb zu den besten vier in Deutschland. Das muss man sich immer vor Augen halten und nun aus den gemachten Fehlern die richtigen Schlüsse für die nächste Saison ziehen.“

Den ein oder anderen Fingerzeig dazu lieferten die KSV-Ringer im Rückkampf gegen Nendingen. Eine starke Leistung zeigte Ivan Guidea in der 61-Kilo-Freistilklasse. Neu ins Team gerückt, besiegte der Moldawier seinen Landsmann und ehemaligen Europameister Ghenadie Tulbaea überraschend klar mit 3:0 (11:2-Mattenpunkte). Noch souveräner präsentierte sich Mihail Sava (66 Kilo/Freistil), der im Kräftemessen mit Baris Diksu sogar technisch überlegen war und eine Viererwertung holte. Knapp triumphierten seine Ispringer Teamkollegen Muhammed Yasin Yeter (66 Kilo/Greco: 1:0/5:4-Punktsieg gegen Benjamin Raiser) und Konstantin Schneider (86 Kilo/Griechisch-Römisch: 1:0/2:1 gegen Florian Neumaier).

Die weiteren sechs Kämpfe gingen verloren. Laut Ispringens Vereinschef Werner Koch sollen fünf bis sechs Neue kommen. Mit drei Schweden ist sich die Vereinsführung wohl schon einig. „Wir wollen in der kommenden Runde einen weiteren Schritt nach vorne machen und unsere Position verbessern“, kündigt Koch an.