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David Habat (links, rotes Trikot) wird für Ispringen wieder auf der Matte stehen, wenn der KSV im Halbfinale erneut auf den großen Favoriten Aalen trifft.  Becker/PZ-Archiv
David Habat (links, rotes Trikot) wird für Ispringen wieder auf der Matte stehen, wenn der KSV im Halbfinale erneut auf den großen Favoriten Aalen trifft. Becker/PZ-Archiv
22.12.2016

Ispringer Ringer wollen Aalen im DM-Halbfinale das Leben schwer machen

Von einem gemütlichen und besinnlichen Weihnachtsfest kann bei den Bundesliga-Ringern des KSV Ispringen in diesem Jahr kaum die Rede sein. Dafür ist das Halbfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu wichtig und wirft jetzt schon seine Schatten voraus. Am Montag, 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag), empfangen die Ispringer um 17.00 Uhr Tabellenführer KSV Aalen in der Pforzheimer Jahnhalle. Der Rückkampf findet am 30. Dezember (Freitag, 20.30 Uhr) in Ilshofen statt.

„Ich hätte mir im DM-Halbfinale einen etwas leichteren Gegner gewünscht“, gesteht der Ispringer Vereinschef Werner Koch, „aber das Los hat entschieden. Und damit müssen wir klarkommen.“ Immerhin zählen die Ispringer zu den wenigen Mannschaften, die dem Topfavoriten auf den Meistertitel schon eine Saisonniederlage beigebracht haben. „Der KSV Aalen ist zwar bärenstark, aber nicht unschlagbar“, glaubt deshalb auch Werner Koch.

Suche nach richtiger Taktik

Mit welcher Taktik man diese harte Nuss knacken kann, ist zurzeit die spannende Frage, die alle Ispringer Verantwortlichen beschäftigt. Trainer Bernd Reichenbach geht in jedem Fall von einem knappen Ergebnis aus. „Wir werden das Beste aufbieten, was unser Kader zu bieten hat. Dasselbe gilt für Aalen“, versichert der Ispringer Coach, der seine Karten im Hinblick auf die Aufstellung – wie gewohnt – noch nicht aufdecken möchte. „Schon ein unglücklich verlorener Kampf oder auch nur ein Punkt weniger könnten entscheidend sein“, prophezeit Reichenbach.

Sicher ist auf Kämpfelbacher Seite eigentlich nur, dass Kakhaber Khubezthy (75 Kilo/Freistil) auf die Matte geht. Der 29-jährige Russe ist Topscorer im KSV-Team und soll den Aalener Spitzenringer und Olympiadritten von Rio, Soner Demirtas, in Schach halten. Bisher steht das Duell unentschieden, weil jeder der Rivalen einen Saisonkampf gewonnen hat. Mit dem georgischen Olympiasieger Vladimer Khinchegashvili (61 Kilo/Freistil) und Ex-Weltmeister Arsen Julflakyan (75 Kilo/Griechisch-Römisch) aus Armenien schickt Aalen aber noch weitere Klasseleute ins Rennen. Da müssen Bernd Reichenbach und sein sportlicher Leiter Alen Kovacevic besonders klug taktieren, was die Aufstellung anbelangt. Genügend personelle Manövriermasse haben sie, da mit David Habat, Radoslaw Baran, Johan Euren oder Nationalringer Nick Matuhin alle Ausnahmekönner zur Verfügung stehen. „Wir sind gewappnet und bereit“, sagt Reichenbach. „Vor eigenem Publikum am Montag geht es zunächst nur darum, dass wir gewinnen, um unseren Gegner unter Druck zu setzen“, formuliert der Ispringer Coach das Etappenziel vor dem entscheidenden Kräftemessen auf der Ostalb.

An die Stärken seines Teams glaubt auch Vereinschef Werner Koch, der aber darauf hinweist, dass das erklärte Saisonziel mit dem Einzug in die DM-Endrunde bereits erreicht sei. „Der Rest ist Zugabe. Es wäre aber schön, wenn wir nach dem Halbfinale in der vergangenen Saison jetzt noch ein Stückchen weiter kämen“, betont er und sieht die Chancen auf den Einzug ins Finale bei 50:50. „Mein Bauchgefühl ist gut“, sagt Koch. „Selbst gegen den KSV Aalen haben wir eine Chance. Wir müssen dazu aber die erforderlichen Leistungen bringen. Dann kann es klappen.“