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Viele Fragen stellen sich Bernd Elfner, Organisator des Gaißeschennerlaufs und der Laufserie.  Foto: PZ-Archiv/Faulhaber 
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Als Titelverteidiger geht Markus Nippa in die Volkslauf-Serie. Offen ist aber, wann und wo gelaufen werden kann.  Foto: PZ-Archiv/Faulhaber 

Ja wann laufen sie denn? Startschuss für die Volkslauf-Serie frühestens im Juni

Pforzheim. Kaum ist Bernd Elfner aus dem Schleswig-Holstein-Urlaub zurück, widmet er sich schon wieder der Volkslauf-Serie und dem Gaißeschennerlauf seines TV Kieselbronn. Nachdem bereits der Hermann-Hesse-Lauf in Calw vom vergangenen Wochenende auf den 25. Oktober verlegt worden war, ist inzwischen auch klar, dass in Illingen am vorgesehenen Termin Ende April nichts geht.

Das heißt, dass die Lauf-Serie frühestens Mitte Juni beginnt. Der Gaißeschennerlauf ist für Samstag, 13. Juni vorgesehen. Hinter diesem Termin steht aus Sicht von Organisator Elfner ein Fragezeichen, da in Baden-Württemberg nach jetzigem Stand Veranstaltungen bis zum 15. Juni untersagt sind. Wie für viele, betrachtet Elfner das Ende der Osterferien als Meilenstein. Mitte April wollen die Kieselbronner entscheiden, ob sie auf den Juni-Termin hinarbeiten, den Lauf absagen oder eine Verlegung in den Herbst anstreben.

„Safety first“, sagt Elfner. Ihm liegt die Gesundheit der Menschen am Herzen. Dagegen sei die Volkslauf-Serie unwichtig, „auch wenn sie mir sehr am Herzen liegt“. Angesichts der derzeitigen massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens erscheint es ihm unwahrscheinlich, dass in rund einem Monat schon Klarheit herrscht. Absagen oder neuen Termin suchen? Elfner favorisiert eine Neu-Terminierung: „Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen.“ Er fände es reizvoll, die Sieger der Lauf-Serie 2020 in Kieselbronn zu küren. Am 31. Oktober oder aber am 7. November könnte es so weit sein. Elfner hatte noch einen anderen Termin im Kopf, müsste sich dafür aber mit anderen Veranstaltern absprechen. Auch eine Verlegung des Laufes von Samstag auf Sonntag schließt er nicht aus.

Rund 50 Helfer braucht es, um die Veranstaltung in Kieselbronn durchzuführen. Die finden sich – da ist Elfner optimistisch – auch im Herbst. Die Frage nach der Teilnehmerzahl ist für den 68-Jährigen nachrangig. Elfner vermutet, dass sich gegen Ende des Jahres genügend Lauf-Enthusiasten finden werden – erst recht, wenn die im Frühjahr lange ausgebremst waren. Zuletzt lockten Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf rund 250 Läufer in die Enzkreisgemeinde. Zusammen mit den Schülerrennen waren es immer 300 bis 400 Starter. Um in die Gesamtwertung der Volkslauf-Serie zu kommen, muss man an vier von sieben Rennen teilnehmen. Sollte es keine sieben Rennen geben, könnte man die Regularien anpassen, sagt Elfner. Selbst falls nur zwei Veranstaltungen über die Bühne gehen würden, wäre er dafür, eine Gesamtwertung zu ermitteln. Titelverteidiger sind Carmen Keppler aus Oberkollbach und Markus Nippa vom TV Pforzheim.

Vom Team Sportevolution aus Illingen hat Elfner gehört, dass man sich um eine Verlegung des Laufes im östlichen Enzkreis bemüht. Ansonsten stehen neben dem Gaißeschennerlauf vier weitere Termine im Kalender: Am 20. Juni in Huchenfeld, am 5. Juli der Pforzheimer City-Lauf, am 25. Juli der Ranntallauf in Nöttingen und am 3. Oktober der Heckengäu-Lauf der SFG Serres, traditionell eigentlich Schlussetappe der Serie.

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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