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05.05.2008

Jetzt helfen nur noch Siege

PFORZHEIM. Im Aufstiegsrennen der Fußball-Verbandsliga ist nichts entschieden. Überraschungen sind an der Tagesordnung. „Zweiter können wir auf alle Fälle noch werden“, glaubt Stefan Sartori, der Trainer des 1. FC Pforzheim.

Ob es auch noch zum ersten Platz und damit zum Direktaufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg reicht? „Das wird nach der 0:2-Niederlage in Viernheim natürlich sehr, sehr schwer. Da müssen wir hoffen, dass die anderen noch kräftig Federn lassen“, schätzt Sartori die Lage realistisch ein.

Keinen Vorwurf machte der Trainer seinem Spielmacher Bruno Martins, der am Sonntag im Viernheimer Waldstadion beim Stande von 0:0 zwei 100-prozentige Torchancen ausließ. „Er weiß selber, dass er die Tore eigentlich machen muss, nimmt Sartori den Portugiesen im FCP-Trikot in Schutz.
Kurzzeitig die Sprache verschlug es Sartori am Sonntag, als er von der sensationellen 0:1-Heimniederlage des Titelfavoriten ASV Durlach gegen die SG Heidelberg-Kirchheim erfuhr. „Ich denke, dass es in der Schlussphase der Saison noch weitere Überraschungen geben wird.“
Auf Überraschungen ist der FCP auch angewiesen, wenn der erhoffte Aufstieg noch Realtität werden soll. Der Club selber darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben. „Aus den letzten vier Spielen brauchen wir zwölf Punkte – auf jeden Fall“, weiß Stefan Sartori, dass er mit seinem Team vier Endspiele vor sich hat.
Zwei weitere Spiele mit Finalcharakter könnten es werden, wenn der zweite Platz noch erreicht wird. Dann müsste der Club gegen den Zweiten der Verbandsliga Südbaden und den Dritten der Verbandsliga Württemberg eine Aufstiegsrunde mit einem Heim- und einem Auswärtsspiel um zwei freie Oberliga-Plätze austragen.

In Viernheim war der FCP die bessere Mannschaft und hätte den Sieg verdient gehabt. „Wir waren dominierend. Bis zum Strafraum haben wir gut gespielt. Doch das letzte Quäntchen hat dann gefehlt“, meint Martin Maier. Der Mittelfeldspieler musste schon nach einer halben Stunde wegen einer Leistenverletzung ausgewechselt werden, könnte aber am Samstag beim nächsten Spiel gegen den SV Schwetzingen (15.30 Uhr im Brötzinger Tal) wieder dabei sein. Ein Wechsel Maiers zur zweiten Mannschaft des Karlsruher SC ist übrigens vom Tisch. Dieser Tage erhielt er eine Absage.