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Im Blickpunkt beim 4:1-Sieg des FC Nöttingen gegen Spielberg stand Nachwuchsspieler Jeanot Soja, der ein Tor schoss und eines vorbereitete.  Foto: Hennrich, PZ-Archiv 

Jugend beim FC Nöttingen auf dem Vormarsch – Suche nach neuem Trainer

Remchingen-Nöttingen. Weil die Verletztenliste beim Fußball-Oberligisten FC Nöttingen derzeit ungewöhnlich lang ist, muss der Nachwuchs ran. Wohl dem Trainer, der in akuter Personalnot ein paar Asse im Ärmel hat.

FCN-Coach Dubravko Kolinger musst am Mittwochabend im Derby gegen den SV Spielberg mächtig improvisieren. Im Angriff verhalf er dem 19-jährigen Valentyn Podolsky zu seinem Startelfdebüt. In der Schlussphase wurde der 20-jährige Neuzugang Jeanot Soja eingewechselt. Das entpuppte sich als Glücksgriff, denn Soja sorgte bei seinem Oberliga-Debüt für das 3:1 und er bereitete das 4:1 vor. „Er ist ein sehr guter Fußballer. Er muss seinen Weg weiter gehen. Überhaupt haben die jungen Spieler beim FCN viel Potenzial“, lobte Kolinger nach dem 4:1-Erfolg gegen den SV Spielberg, bei dem die Lilaweißen eine sehr schlechte erste Halbzeit ablieferten, sich dann aber nach einer Stunde beträchtlich zu steigern vermochten.

Jeanot Soja kam bisher nicht so zum Zuge, weil er auch aus schulischen Gründen oft fehlte. Soja hat die deutsche und die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er gilt als dynamischer und technisch sehr versierter Mittelfeldspieler, der sowohl defensiv als auch offensiv seine Stärken hat.

Gut möglich, dass der junge Mann am kommenden Sonntag gleich sein zweites Oberligaspiel machen kann. Um 17.00 Uhr gastiert der FC Nöttingen im Wildpark beim Karlsruher SC II. Die personelle Situation bleibt angespannt. „Da wird sich nicht viel ändern“, glaubt Kolinger, der eventuell wieder einige Anleihen aus der Landesliga-Mannschaftmachen wird. Praktischerweise spielt diese bereits am Samstag. Der Trainer überlegt ferner, ob er den ein oder anderen Stammspieler schonen soll, weil die Belastung derzeit sehr hoch ist. Nach der Partie beim KSC wartet gleich am Mittwoch das Heimspiel gegen den SSV Reutlingen – die dritte Englische Woche in Folge.

In der Trainerfrage will der Verein vielleicht schon in der kommenden Woche einen Nachfolger für Dubravko Kolinger bekanntgeben. Man sucht einen jungen Coach, der zum Verein passt, so Vorsitzender Dirk Steidl. Sollte der Markt nichts Passendes hergeben, sei auch eine interne Lösung nicht ausgeschlossen.