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Steil nach oben zeigt die Erfolgskurve bei den Pforzheimer D-Junioren. Sie haben in der Kreisliga jedes Spiel gewonnen.
Steil nach oben zeigt die Erfolgskurve bei den Pforzheimer D-Junioren. Sie haben in der Kreisliga jedes Spiel gewonnen.
Mit breiter Brust wollen Pforzheims A-Junioren auch in die Rückrunde gehen. Mit 33 Punkten aus zwölf Spielen liegen sie auf Rang eins der Verbandsliga. privat
Mit breiter Brust wollen Pforzheims A-Junioren auch in die Rückrunde gehen. Mit 33 Punkten aus zwölf Spielen liegen sie auf Rang eins der Verbandsliga. privat
In der C-Jugend-Verbandsliga belegt der CfR den Platz an der Sonne.
In der C-Jugend-Verbandsliga belegt der CfR den Platz an der Sonne.
Nicht nur in der Halle, sondern auch auf dem Rasen ist Pforzheims E 1 spitze.
Nicht nur in der Halle, sondern auch auf dem Rasen ist Pforzheims E 1 spitze.
Gut lachen hat derzeit die B 2 des CfR: In der Kreisliga haben sie neun von zehn Spielen gewonnen.
Gut lachen hat derzeit die B 2 des CfR: In der Kreisliga haben sie neun von zehn Spielen gewonnen.
01.02.2017

Jugendmannschaften des 1. CfR Pforzheim sind so erfolgreich wie nie zuvor

Erst: „E 1 gewinnt Turnier des FC Dietlingen.“ Dann: „D2 Turniersieger in Eggenstein.“ Und kurz danach: „Die CfR-Junioren von Trainer Heiko Herold gewinnen das 30. Jubiläumsturnier des FC Phönix Würm.“

Wer durch die Facebook-Seite des 1. CfR Pforzheim scrollt, blickt in strahlende Kindergesichter, aufgenommen in den Sporthallen der Region. Und doch gibt es einen Bodenbelag, auf dem die Pforzheimer Fußballjugend zuletzt noch erfolgreicher war: Rasen. Zur Winterpause stehen mit A1, B2, C1, D1 und E1 fünf CfR-Jugendmannschaften in ihrer Liga ganz oben.

„Fünf Herbstmeister – das gab es als CfR noch nie“, ist sich Jugendleiter Benny Stumpp sicher. 2010 hatten sich 1. FC und VfR Pforzheim zum 1. Club für Rasenspiele zusammen geschlossen. Seitdem liefern sich die knapp 300 Jugendspieler des Fusionsvereins ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit denen des FC Nöttingen. Bleibt es bei den aktuellen Tabellenständen, werden sich die A-Junioren in der nächsten Saison in der Oberliga duellieren: Die Remchinger spielen bereits dort, die Pforzheimer haben in der Verbandsliga sechs Zähler Vorsprung auf den Zweiten Schwetzingen. Das Aufstiegsrecht würde der CfR annehmen, sagt Stumpp – selbstverständlich. Mittelfristig sollten sich sowohl A- als auch B-Junioren mit der Konkurrenz aus ganz Baden-Württemberg in der Oberliga messen. „Wer einige Jahre dort gespielt hat, entwickelt eine ganz andere Qualität“, sagt Stumpp. „So ist es dann beim Übergang zu den Erwachsenen leichter, die Spieler in den Landesliga-Kader der zweiten, oder auch mal in den Oberliga-Kader der ersten Mannschaft einzubauen.“

Starke Spieler sind begehrt

Zugleich sei der sportliche Erfolg wertvoll beim Werben um neue Jugendspieler. Stumpp nennt als – fiktives – Beispiel einen KSC-Kicker, der für deren B-Jugend nicht mehr stark genug ist, aber weiter höherklassig spielen will. Doch freilich wird der CfR nicht nur für aussortierte Spieler aus Karlsruhe, sondern auch für herausragende Akteure aus Pforzheim und dem Enzkreis interessant. „Kleinere Vereine werfen uns vor, ihnen die besten Spieler wegzunehmen“, weiß Stumpp – und räumt ein: „Das stimmt manchmal ja auch. Jedoch passiert uns das ja genauso.“ Das heißt: Steche jemand aus den Pforzheimer Jugendteams heraus, buhlten um ihn die Erst- und Zweitligisten aus Karlsruhe, Hoffenheim und Sandhausen. „Seit November wurden wieder fünf, sechs unserer Jugendspieler zu Probetrainings eingeladen“, sagt Stumpp, der dies im Gespräch mit der PZ locker sieht: „Wir legen den Spielern keine Steine in den Weg. Wenn große Vereine Interesse zeigen, spricht das doch für unsere gute Arbeit.“

Man habe „einen Haufen super Talente“, sagt der Jugendleiter – und das wecke natürlich Begehrlichkeiten. So blieb der Konkurrenz auch nicht verborgen, dass Yanik Bodamer und Jonas Wittmann zusammen 39 von 77 Toren der Pforzheimer D-Jugend erzielt haben. Ohnehin sticht der Jahrgang 2004/05 unter den Herbstmeistern noch einmal hervor: Zwölf Spiele, zwölf Siege und 77:3 stehen in der höchsten D-Junioren-Spielklasse – der Kreisliga – zu Buche. Doch auch die knappe Verbandsliga-Tabellenführung der C-Junioren ist hoch einzustufen. Schließlich winken den 12- bis 14-Jährigen bei einem Aufstieg Duelle gegen namhafte Mannschaften wie Heidenheim, Waldhof Mannheim und VfB Stuttgart II.

Dies ist auch das Alter, ab dem die CfR-Spieler zwei Systeme beherrschen sollen: die Dreier- und die Viererkette – mit diversen Variationen. Aber auch schon für die jüngeren Jahrgänge „haben wir in einem Leitfaden Basics festgelegt, die einstudiert sein müssen – etwa das Hinterlaufen und Doppelpässe“, erklärt Stumpp. Um diesen Plan bestmöglich umzusetzen, „wollen wir lizensierte Trainer haben“, betont er. Die meisten Übungsleiter hätten bereits einen Trainerschein, knapp die Hälfte von ihnen sei unter 35 Jahre jung.

Auch diese Ausbildung kann für die Stars von morgen ein Argument sein, zum CfR zu wechseln. Und Geld? „Nein“, sagt Stumpp. „Auch in der A-Jugend gibt es kein Spieler, der Geld dafür bekommt, dass er bei uns spielt.“