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André Link hat nach der Olympia-Teilnahme wieder zu seiner Form zurückgefunden.  Faulhaber
André Link hat nach der Olympia-Teilnahme wieder zu seiner Form zurückgefunden. Faulhaber
10.01.2017

KKS Königsbach geht mit breiter Brust ins Finale um die deutsche Meisterschaft

Besser hätte es für die Königsbacher Luftgewehrschützen bei den letzten beiden Wettkämpfen der regulären Saison nicht laufen können: Mit einem 4:1-Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten SG Coburg und einem 3:2 gegen den Bund München verbesserten sich die Königsbacher vom sechsten Tabellenplatz der Bundesliga Süd auf Rang drei.

Damit haben sie sich für einen der vier Finalplätze um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Bundesliga Süd qualifiziert, die am Sonntag, 29. Januar, auf der Schießanlage Hochbrück ausgetragen wird. „Ein Riesending“, wie Trainer Jens Müller schwärmt, war der Wettkampf am Samstag gegen Coburg mit einem Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten war. „Das 4:1 war mehr, als wir erhoffen konnten“, so Müller. Den Grundstein legte André Link (395) gegen Sandro Schrüfer (384). Link hat nach Olympia wieder zu seiner Form zurückgefunden und an Position fünf den ersten Punkt gesichert.

Fast gleichzeitig beendete die junge Französin Judith Gomez – dem Regelwerk entsprechend auf Position zwei – mit hervorragenden 396 Ringen ihr Duell gegen Jürgen Wallowski (395). Der Druck, den sie mit diesem hohen Ergebnis in nur 22 Minuten aufbaute, war so groß, dass ihr Kontrahent nicht mithalten konnte.

Den Siegpunkt steuerte nach anfänglichen Problemen äußerst konzentriert Bernd Fränkle (388) an Position vier gegen Katharina Stang (385) bei. Auch Sarah Würz (387/9) hatte es schwer, in den Wettkampf zu kommen. Sieben Schüsse vor dem Ende lag ihre Möglichkeit zum Sieg nur noch im Stechen, allerdings bei fehlerfreiem Endspurt. Es gelang und der Punkt gegen Manuel Wittmann (387/8) machte das 4:1 komplett. Großen Anteil am Team-Erfolg hatte Christian Brenneisen (Position eins). Er unterlag zwar mit 389 Ringen gegen Sabrina Hößl (397), aber taktierte so clever, dass er trotz verlorenen Wettkampfes als Letzter vom Stand ging und seine jungen Mannschaftskollegen nicht alleine in der Feuerlinie ließ.

Aufgrund dieses hohen Sieges entschied Coach Müller, gegen den Bund München keine Änderung in der Aufstellung vorzunehmen. Am Ende hat das junge KKS-Team in dieser entscheidenden Begegnung nicht nur gesiegt, sondern auch seine Saisonbestleistung von insgesamt 1964 Ringen und einem Schnitt von 393 Ringen eingestellt. André Link (395) gegen Cristina Schwenk (391) und Judith Gomez (396) gegen Pierre-Edmond Piasecki (394) bestätigten ihre guten Ergebnisse vom Vortag. Bernd Fränkle (393) konnte deutlich aufsatteln, verlor aber gegen eine bestechend agierende Michaela Walo (396).

Christian Brenneisen (392) war ebenfalls besser unterwegs, unterlag aber gegen Olympiasiegerin Barbara Engleder (398). Den entscheidenden Punkt steuerte Sarah Würz (388) gegen Michael Sinning (386) bei. „Es ist die beste Mannschaft, die ich je trainiert habe“, lobte Müller. „Und nun folgt das Finale. Ich ziehe den Hut vor diesem Team, auf allen Positionen.“