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Karlsruher SC

Alois Schwartz. Foto: dpa
Alois Schwartz. Foto: dpa
23.06.2019

KSC-Auftakt: 500 Fans und ein optimistischer Sportdirektor

Mit lang anhaltendem Beifall wurden gestern die Spieler des Karlsruher SC von rund 500 Fans auf dem Trainingsgelände im Wildpark begrüßt. Zum Start in die fünfwöchige Vorbereitung auf das erste Zweitligaspiel nach zwei Spielzeiten in der Drittklassigkeit wurden die Wildparkprofis um 11.10 Uhr im Jugendstadion am Adenauerring empfangen.

Zuvor hatte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther den vollzählig angetretenen Kader – derzeit 23 Feldspieler und vier Torhüter - von Cheftrainer Alois Schwartz in der Kabine begrüßt. Der Clubchef wies in seiner kurzen Ansprache auch darauf hin, dass die vergangenen beiden Jahre einerseits „sehr schwierig“ für den Verein gewesen seien, andererseits aber von einem großen inneren Zusammenhalt geprägt. „Und der macht uns stark.“ Wellenreuther versicherte den KSC-Spielern, dass der Club, die Stadt und die Region hinter ihnen stehen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie diesen Vertrauensvorschuss mit Leidenschaft und Leistung rechtfertigen.

Noch kein Saisonziel

Ein konkretes Saisonziel war dem Präsidenten ebenso wenig zu entlocken, wie dem Cheftrainer oder Sportdirektor. Oliver Kreuzer aber ließ durchblicken, dass es eigentlich nur um den Klassenerhalt gehen kann. „Der Wettbewerb wird immer härter. Wenn wir nächstes Jahr um diese Zeit wieder hier stehen und wieder über die Zweite Liga sprechen – dann würde ich das unterschreiben.“ Ungeachtet der Tatsache, dass der Aufsteiger auch noch auf der linken oder rechten Außenbahn bei Transfers nachlegen möchte, sieht Kreuzer den Verein personell bereit für die neue Spielklasse. „Die zweite Liga könnte eigentlich beginnen. Wir haben eine Mannschaft. Wir haben eine gute Mannschaft“, betonte der ehemalige Bayern-Profi. „Wenn man sieht, wie die Mannschaft heute beim Trainingsauftakt ausschaut, ist das in Ordnung.“

Im Torhüter-Team neu dabei waren gestern Trainer Markus Miller (37), der die Nachfolge des zum Ligakonkurrenten Hamburger SV gewechselten Kai Rabe antrat, und Marius Gersbeck (24/Hertha BSC), den man als neue Nummer zwei im KSC-Gehäuse bezeichnen muss. Denn die eigentliche Vertretung von Stammkeeper Benjamin Uphoff laboriert immer noch an seinen Bandscheiben-Problemen: Sven Müller konnte beim Aufgalopp nur „fußballerisch“ tätig sein, weil er bei den torwartspezifischen Übungen passen musste.

Marvin Pourié, mit dem die Badener gerne verlängern würden, und alle anderen Karlsruher haben im vierwöchigen Urlaub offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht. Denn Trainer Schwartz war mit den erhobenen Daten zu Gewicht und Körperfett sehr zufrieden. Am heutigen Montag unterziehen sich die Wildparkprofis noch einem Laktattest, „dann wissen wir auch, wie es im Ausdauerbereich aussieht“.

Sein erstes von – zählt man die Blitz-Turniere im Trainingslager (7. Juli) und anlässlich des 125-jährigen KSC-Jubiläums (13. Juli) dazu – acht Vorbereitungsspielen bestreitet der Zweitliga-Rückkehrer am Mittwoch (18.30 Uhr) beim FV Linkenheim, der in der Karlsruher Kreisklasse A spielt und in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.