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Co-Trainer Argirios Giannikis (rechts) unterhält sich mit Markus Kauczinski auf dem Platz vor einem Spiel. 

KSC-Coach Kauczinski ist Trainer des Jahres – Co-Trainer Giannikis erhält Trainerlizenz nicht

Karlsruhe. Große Ehre und Anerkennung für die Arbeit von Markus Kauczinski, bitterer Rückschlag für Argirios Giannikis: Während der Coach des Karlsruher SC, der den Wildpark im Sommer verlassen wird, vom Deutschen Fußball Bund (DFB) zum „Trainer des Jahres 2015“ gekürt wurde, ist sein Co-Trainer Giannikis bei den Prüfungen zur Fußballlehrer-Lizenz durchgefallen.

Der DFB würdigte Kauczinskis Verdienste, junge Spieler weiterentwickelt zu haben, über Jahre hinweg eine Mannschaft geformt und stetig verbessert zu haben, die es fast in Liga eins geschafft hätte. Zudem sei „Kauczes“ Außendarstellung absolut positiv.

Der Noch-KSC-Coach konnte sich gegen große Erstligakonkurrenz durchsetzen. Markus Weinzierl, der den FC Augsburg in die Euro-League katapultierte und Dirk Schuster, dem mit dem SV Darmstadt 98 ein Sensationsaufstieg gelang, mussten sich hinter Kauczinski anstellen und einreihen. Der 46-jährige Wahlbadener war über die unerwartete Auszeichnung glücklich. „Das ist ganz sicher eine große Ehre für mich. Ich habe nicht damit gerechnet“, so Kauczinski.

Kein Diplom für den Co-Trainer

Weniger glücklich ist gerade sein Co-Trainer. Eigentlich wäre Argirios Giannikis mit seinem Cheftrainer gestern Abend gerne zum DFB-Festakt nach Frankfurt gefahren, denn dort wurden auch die Diplome an die neuen Fußballlehrer – unter ihnen Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim – übergeben. Doch der Co-Trainer des Karlsruher SC hat in seiner Ausbildung eine Teilprüfung nicht bestanden und erhält die Lizenz deshalb vorerst nicht. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) auf der Abschlussveranstaltung des Lehrgangs aus Teilnehmerkreisen. Giannikis hat nun die Möglichkeit, nach frühestens sechs Monaten eine Nachprüfung zu absolvieren.
Der 35-Jährige war lange als möglicher Nachfolger von Markus Kauczinski gehandelt worden. So gesehen hat der badische Zweitligist mit der Verpflichtung von Tomas Oral am Dienstag Schadensbegrenzung betrieben. Hätte sich der KSC tatsächlich auf Giannikis als Nachfolger festgelegt, stünde er jetzt vor einem großen Dilemma. pp/ok