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Pascal Köpke, Neuzugang beim Karlsruher SC. 

KSC-Neuzugang Köpke: „Konkurrenz hätte ich auch woanders“

PZ-Interview mit Pascal Köpke (19), Neuzugang beim Karlsruher SC – Der Angreifer mit dem bekannten Namen kommt aus Unterhaching:

PZ: Herr Köpke, warum entschieden Sie sich für den Karlsruher SC?

Pascal Köpke: Die Gespräche haben mich beeindruckt und überzeugt. Zudem ist es bekannt, dass der KSC auf junge Spieler baut. Das gibt mir ein gutes Gefühl und ich glaube, dass das ein guter Schritt für mich ist. Ich glaube, ich kann im Wildpark meine Entwicklung weiter fortsetzen.

PZ: Nach Ihrem Wechsel verpflichtete der KSC noch die Stürmer „Jimmy“ Hoffer und Vadim Manzon. Das heißt: Es herrscht riesige Konkurrenz im Angriff.

Pascal Köpke: Konkurrenz hätte ich auch woanders. Das geht schon klar. Wenn ich mich im Training zeige, wenn ich meine Leistung bringe, dann bekomme ich schon meine Spielzeiten. Die muss ich dann eben nutzen, und da bin ich zuversichtlich.

PZ: Es ist doch ganz einfach: Sie schießen Tore – dann spielen Sie.

Pascal Köpke (lacht): Das stimmt. Ich versuch’s.

PZ: Haben Sie sich konkrete Ziele in Sachen Einsätzen oder Toren gesetzt?

Pascal Köpke: Solche Gedanken mache ich mir nicht. Ich versuche eine gute Vorbereitung hinzulegen. Ich werde versuchen, dem Trainer zu zeigen, dass er mich aufstellen muss – und dann alles geben, um die Chance zu nutzen. Ich hoffe auf viele Spielzeiten und viele Tore – klar. Aber Zahlen zu nennen, da würde ich mir unnötig Druck machen.

PZ: Sind Sie ein Stürmer, der lieber mit einem Partner im Angriff agiert oder als Alleinunterhalter?

Pascal Köpke: In Unterhaching sind wir meist mit zwei Spitzen angetreten. Da habe ich mich sehr wohl gefühlt. Aber ich kann es auch allein ganz vorne drin, mit einem Zehner dahinter. Hauptsache: spielen – alles andere ist eigentlich egal.

PZ: Sie tragen einen berühmten Namen. Ist das Druck oder Motivation?

Pascal Köpke: Ich habe diese Frage schon öfters beantwortet. Das Gute ist, dass mein Vater Torhüter war (Andreas Köpke war 1996 mit Deutschland Europameister, hat 59 Länderspiele absolviert und ist Torwarttrainer der Nationalmannschaft, die Red.), da kann man mich nicht so einfach mit ihm vergleichen. Daher gibt es weniger Druck, als wenn ich auch Torhüter geworden wäre.

PZ: Es gibt beim KSC mit Philipp Max, Sohn des Ex-Bundesligatorjägers Martin, und mit Dennis Kempe, Sohn von Topspieler Thomas Kempe, zwei Kollegen mit bekannten Vätern ...

Pascal Köpke: ...das ist gut, denn so fokussiert sich nicht alles auf einen, sondern auf drei Spieler. Zudem kenne ich das. Bei Unterhaching standen die Brüder der Weltmeister Götze und Hummels im Team.

PZ: Sie starten am Mittwoch ins Training, weil man ihnen nach der Teilnahme an der U20 WM in Neuseeland noch etwas Ruhe gönnte. Wie war die WM für Sie?Ein tolles Erlebnis. Ich wurde nachnominiert und hatte zwei Einsätze. Das kann mir keiner mehr nehmen. Leider sind wir im Viertelfinale im Elfmeterschießen rausgeflogen. Aber: Ich konnte einiges an Erfahrung sammeln, das war auch wichtig für meine Entwicklung. Haben Sie schon eine Wohnung gefunden und kennen Sie KSC-Akteure?

Pascal Köpke: Eine Wohnung habe ich, aber die wird erst Anfang September frei. Bis dahin bin ich im Hotel, was kein Problem ist. Von den Spielern kenne ich bisher „Bouba“ Barry, gegen den ich schon gespielt habe.