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Vorsichtshalber war die Polizei bei dem als Hochrisikospiel eingeschätzten Derby mit Wasserwerfern angerückt. 

KSC-Serie reißt: Derby gegen Kaiserslautern endet 0:1

Karlsruhe. Der Karlsruher SC kommt im Aufstiegskampf der 3. Liga weiter nicht recht vom Fleck. Die Serie des Tabellenzweiten mit elf Spielen ohne Niederlage riss am Samstag ausgerechnet vor eigenem Publikum im prestigeträchtigen Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Vor 17.901 Zuschauern kassierten die Badener mit 0:1 (0:0) ihre erste Niederlage seit der 2:5-Heimpleite gegen den SV Wehen Wiesbaden im vergangenen Oktober. Torschütze des Tages war Dominik Schad, der in der 76. Minute den Siegtreffer für die «Roten Teufel» erzielte. Karlsruhe hatte in der Schlussphase sogar noch Glück, dass Christian Kühlwetters Schuss (85.) aus kurzer Distanz an den linken Pfosten knallte. 

Auch die erste Gelegenheit der Partie hatte Kaiserslautern. Kevin Kraus' Ball verfehlte das Tor jedoch knapp. Nach 26 Minuten waren dann auch die Pfälzer im Glück, als KSC-Stürmer Anton Fink sich allein auf den Weg in Richtung FCK-Keeper Lennart Grill machte, der die Situation in letzter Sekunde klären konnte. Nach der Pause versuchten die Badener, die Partie an sich zu reißen. Burak Camoglus Schuss aus spitzem Winkel landete zwar am linken Außenpfosten, der von den Fans danach erhoffte Sturmlauf des KSC fand jedoch erst nach dem Führungstreffer der Gäste statt.

Zuvor war das Derby von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft worden. Die Ordnungshüter setzten unter anderem Anti-Konflikt-Teams ein, um Zusammenstöße zwischen den beiden Fanlagern zu vermeiden. Außerdem hatte die Polizei insgesamt 19 Shuttlebusse eingerichtet, die die Kaiserslauterner Fans vom Bahnhof zum Stadion und wieder zurück brachten. "Die Lauterner waren zwar sehr lautstark und haben unterwegs Pyros gezündet, aber es wurde niemand verletzt", erklärte Polizeisprecher Frank Otruba gegenüber PZ-news. Auch nach dem Spiel sei es zu keinen Auseinandersetzungen gekommen. "Unser Konzept ist aufgegangen, beide Fanlager wurden erfolgreich getrennt", zeigte sich Otruba zufrieden.

Dennoch: In neun Fällen ermittelt die Bundespolizei nun wegen Beschädigung von Deckenverkleidungen im Zug, der die Fans von Kaiserslautern nach Karlsruhe brachte. Im Laufe des weiteren Nachmittags kam es dann noch zu vier Verstößen wegen Zündens von Pyrotechnik außerhalb des Stadions, einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und einer Beleidigung gegenüber Polizeibeamten. Ein angezeigter Diebstahl von Bargeld an einem Imbisstand im Stadion wurde nicht durch Fußballfans begangen.