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Karlsruhes Gaetan Krebs (rechts) will mit dem KSC bei den Münchner Löwen punkten.  Foto: dpa 

KSC-Spieler Gaetan Krebs: „Wir haben Fehler gemacht, die so nicht passieren dürfen“

Im PZ-Interview mit Gaetan Krebs, Mittelfeldspieler von Fußball-Zweitligist Karlsruher SC, spricht der Elsässer über die Lehren aus der Pokalniederlage bei 1860 München und über die Chancen eines KSC-Siegs.

PZ: Sie sind fürs Pokalspiel in die KSC-Startelf gerutscht, wie bewerten Sie die Niederlage beim TSV 1860 München?

Gaetan Krebs: Trotz der Niederlage: Es war kein schlechtes Spiel von uns. Im Endeffekt hätten wir sogar gewinnen können. Wir haben Chancen herausgearbeitet, diese aber nicht genutzt. Auch defensiv haben wir Fehler gemacht, die so nicht passieren dürfen. Aus dieser Niederlage kann man viel lernen …

PZ: … was denn konkret?

Gaetan Krebs: Zum Beispiel, dass wir vorne unsere Chancen besser ausspielen. Dann, dass wir defensiv enger stehen und schneller attackieren. Aber das ist kein Vorwurf an einen Mitspieler, ich habe auch Fehler gemacht. Fehler passieren, aber solch gravierende, wie es bei 1860 München der Fall war, müssen wir abstellen.

PZ: Merkwürdig: Es war das beste Saisonspiel der Karlsruher, dennoch bedeutete das 1:2 die erste Niederlage.

Gaetan Krebs: Traurig – aber das ist Fußball. Wir haben besser gespielt als zuvor, aber standen am Ende mit leeren Händen da.

PZ: Wie waren Sie mit Ihrem Auftritt bei den Löwen zufrieden?

Gaetan Krebs: Dafür, dass es mein erstes Spiel in dieser Saison von Anfang an war, war es okay.

PZ: Man hatte das Gefühl, Sie sind der Organisator, der Chef im Mittelfeld.

Gaetan Krebs: Ich versuche, die anderen zu führen. Auf meiner Position ist das aber auch wichtig. Ich probiere, meine Erfahrung einzubringen, damit zu helfen. Für Franck Kom ist es momentan noch schwerer, denn er spricht wenig englisch. Ihm hilft es, wenn wir uns auf französisch absprechen. Es ist wichtig für ihn, dass man ihm hilft bei der Integration. Auch Boubacar Barry und David Kinsombi sprechen französisch. Alle helfen Franck zu übersetzen, damit er weiß, was der Trainer von ihm will und auch umgekehrt, also dann, wenn Franck eine Frage an den Trainer hat.

PZ: Am Samstag geht’s wieder gegen 1860 München: Ist zu Hause ein Sieg drin?

Gaetan Krebs: Sicher ist ein Sieg drin. Wir müssen vorne und hinten einfach konsequenter sein. Wir werden einen Tick kompakter stehen müssen, die Räume früher und besser schließen.

PZ: Wie stehen Ihre Chancen, in der Startelf zu bleiben, nachdem Grischa Prömel von den Olympischen Spielen zurück ist?

Gaetan Krebs: Im Fußball ist alles drin, keiner bei uns hat einen ganz sicheren Startplatz. Und Grischa ist ein guter Spieler, er ist fit – wir werden sehen, was der Trainer entscheidet.