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Zwei Spiele Sperre für KSC-Spieler Martin Stoll (links). Foto: dpa
Martin Stoll (links) kehrt zum KSC zurück und unterschreibt einen Vertrag über zwei Jahre
01.06.2012

KSC: Stoll kommt - Klaiber Markisen bleibt

Karlsruhe. Sichtlich gut gelaunt trat Ingo Wellenreuther gestern vor die eingeladenen Medien und gab bekannt, dass Sponsor Klaiber Markisen dem Verein treu bleibt. Es sei ein guter Tag, nicht nur für den KSC, sondern auch für den alten und neuen Hauptsponsor, meinte der Clubchef und sprach von einem für beide Seiten „erfreulichen“ Vertragsabschluss“, ohne Zahlen zu nennen.

In der 2. Liga zahlte Klaiber geschätzte 850 000 Euro pro Saison, nach dem Abstieg in die 3. Liga wird es nun weniger sein. Aber immerhin ist es wohl so viel, dass der KSC die Lizenz für die 3. Liga erhalten hat. Wie der Verein gestern ebenfalls mitteilte, konnte er alle DFB-Auflagen fristgerecht erfüllen.

„Auch in schlechten Zeiten“

Ralf Klaiber, der Geschäftsführer des in Forst ansässigen Familienunternehmens, das seit der Saison 2010/11 die Brust der KSC-Profis und des KSC II zu Werbezwecken nutzt, sagte: „Wir stehen für Kontinuität. Auf uns ist Verlass, auch in schlechten Zeiten.“ 2010 sei die Entscheidung, beim KSC einzusteigen, zu 80 Prozent unter wirtschaftlichen Aspekten erfolgt, und zu zwanzig Prozent emotional erfolgt. Bei der jetzigen Neugestaltung des Vertrages, so Ralf Klaiber weiter, „war es genau umgekehrt.“ Bei Innenverteidiger Martin Stoll (29), der gestern einen Zweijahresvertrag beim KSC unterschrieb spielten heimatliche Gefühle zwar auch eine Rolle. „Für mich ist in erster Linie aber wichtig, dass ich sportlich wieder in Erscheinung trete.“ Denn bei Dynamo Dresden kam der gebürtige Heidelberger, der von 2002 bis 2009 bereits für die KSC spielte, in der abgelaufenen Saison nur auf elf Einsätze.

Auch Stürmer Rouwen Hennings (24) steht kurz vor einem Wechsel zum KSC, wie Sportdirektor Oliver Kreuzer bestätigte. Hennings war in der Rückrunde der vergangenen Saison von St. Pauli (Vorrunde 7 Spiele) an den Drittligisten VfL Osnabrück ausgeliehen (17 Spiele, 5 Tore).

Kreuzer: Alexander Stolz geht

Dafür steht mit Pascal Groß der nächste Abgang endgültig fest. Groß wechselt zum Zweitligisten FC Ingolstadt. Auch Torhüter Alexander Stolz wird nach den Worten von Kreuzer den Verein „definitiv“ verlassen. Wohin es Stolz zieht, ist noch offen. Kreuzer rechnet auch mit dem Abgang von Kapitän Alexander Iashvili. Dafür könnten Abwehrspieler Giuseppe Aquaro und Bogdan Müller bleiben. fal/ok