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Alois Schwartz
Alois Schwartz
08.09.2017

KSC bestreitet erstes Punktspiel unter Trainer Alois Schwartz

Er freue sich auf das Spiel, sagte Alois Schwartz vor seinem Debüt als KSC-Trainer am heutigen Samstag beim Chemnitzer FC (14 Uhr)/telekomsport.de). Seine Mannschaft freue sich auch. Ein Karlsruher Delegationsmitglied freut sich ganz besonders: Anton Fink. Denn „Toni“ kehrt schon knapp drei Monate nachdem er die „Himmelblauen“ verlassen hat an seine frühere Wirkungsstätte zurück – als Gegner.

Pfiffe gegen sich befürchtet der gebürtige Bayer aber nicht. Ganz im Gegenteil. „Ich erwarte eigentlich schon ein bisschen Beifall.“ Schließlich hat er durchschnittlich in mehr als jedem zweiten Pflichtspiel für den CFC getroffen – 118 Mal bei 222 Einsätzen in fünfeinhalb Jahren.

Als Fink gegen den KSC traf

Auch beim letzten Auftritt des KSC in Chemnitz – ebenfalls in der Dritten Liga - am 3. November 2012. Damals sorgte Fink nach einer Karlsruher 2:0-Führung nach Treffern von Rouwen Hennings und Steffen Haas per Handelfmeter für den 1:2-Endstand. Auf Karlsruher Seite sind heute nur noch Torhüter Dirk Orlishausen und Sportdirektor Oliver Kreuzer dabei.

Aktuell haben beide Mannschaften einen enttäuschenden Saisonstart hinter sich: In je sechs Spielen verbuchten beide nur fünf Punkte. Fink meint zwar, „der CFC steht schon ein bisschen mit dem Rücken zur Wand“, und erwartet eine „hitzige Atmosphäre“, den größeren Druck aber hat im Grunde genommen der KSC. Denn der muss die Dritte Liga sozusagen von hinten (Platz 16) aufrollen, um sein Saisonziel „Aufstieg“ vielleicht doch noch realisieren zu können.

Alois Schwartz sprach zwar nur davon, im Stadion an der Gellertstraße „etwas mitnehmen“ zu wollen. Ein Punkt aber wäre wohl deshalb zu wenig, weil die Aufstiegsplätze dann in noch weitere Entfernung rücken könnten. Schon jetzt liegen für den KSC Wunsch und Wirklichkeit zehn Punkte und zwölf Tore auseinander.

An Unterstützung fehlt es nicht

Um 12 Uhr gestern Mittag haben sich der neue KSC-Coach und seine Mannschaft auf den Weg zum geplanten „Neuanfang“ gemacht. Dass sie vor Ort die Unterstützung von etwa 500 KSC-Fans genießen können, nötigt Schwartz Respekt ab: „Das ist bemerkenswert. Ich hoffe, wir können sie mit Freude auf den Heimweg schicken.“

Martin Stoll (Adduktoren) und Andreas Hofmann (Knie) mussten verletzt zuhause bleiben. Luibrand Kein Platz im 18-köpfigen Aufgebot war letztlich unter anderem für Kai Luibrand, der früher unter anderem das Trikot des SV Kickers Pforzheim trug.

Mögliche KSC-Aufstellung: Upphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Wanitzek, Bülow – Mehlem (Siebeck), Fink, Lorenz – Schleusener (Stroh-Engel)