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Fans des Karlsruher SC fordern: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist! Aufgeben ist keine Option!“ Eine Option beim Stadionneubau allerdings scheint das Strecken der Baumaßnbahmen zu sein. Foto: dpa
Fans des Karlsruher SC fordern: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist! Aufgeben ist keine Option!“ Eine Option beim Stadionneubau allerdings scheint das Strecken der Baumaßnbahmen zu sein. Foto: dpa
25.05.2017

KSC bindet Nachwuchstalente – Wird Stadion-Neubau gestreckt?

Der Karlsruher SC hat drei hoffnungsvolle Nachwuchstalente mit Profiverträgen ausgestattet: Severin Buchta (20), Marcel Mehlem (22) und Florent Muslija (18) haben im Wildpark jeweils einen bis zum 30. Juni 2019 gültigen Kontrakt unterzeichnet.  Alle drei Spieler stammen aus dem KSC-Talentteam und kamen in den vergangenen Wochen unter Cheftrainer Marc-Patrick Meister zu ihren ersten Einsätzen im Profifußball.

Derweil denkt der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe nach dem Abstieg des KSC zumindest über eine „Streckung“ der Baumaßnahmen bezüglich des Stadion-Neubaus nach. Dies ist das Ergebnis einer längeren Debatte im Gemeinderat, die auf Antrag der Grünen geführt wurde. Demnach soll sich zunächst der Ausschuss „Eigenbetrieb“ mit den Auswirkungen und Folgen eines geänderten und zeitlich gestreckten Bauablaufs beschäftigen, ehe der Gemeinderat erneut abstimmen wird. Der von den Linken in dieser Sache geforderte Bürgerentscheid fand hingegen keine Mehrheit. Nach dem Zweitligaabstieg des KSC sehen insbesondere die Grünen, aber nicht nur sie, eine geänderte Beschlusslage.

Der neuerliche Abstieg der Profifußballer sei nicht mit der Situation von vor fünf Jahren zu vergleichen, als dem KSC auf Anhieb die Rückkehr in die 2. Bundesliga gelang. Finanziell und personell stehe der Verein diesmal deutlich schlechter da. Und falls der KSC längere Zeit nicht in die 2. Liga zurückkommt, so die Grünen in ihrem Antrag, drohe der Stadt ein wirtschaftliches Desaster. Aus diesem Grund solle zunächst lediglich die marode Gegentribüne neu gebaut werden, die Haupttribüne solle erst folgen, wenn die sportliche Situation wieder bessere Zeiten erwarten lässt.

Auch beim Ausbau der Infrastruktur sollte nur das realisiert werden, was in der 3. Liga zwingend erforderlich ist. Nach längerer Debatte schlug Oberbürgermeister Frank Mentrup schließlich vor, die Sache im zuständigen Ausschuss nochmals ausführlich zu beraten.