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Der KSC will nach oben: Dank der Tore von Marvin Pourié gab es gegen Großaspach ein 2:1, so dass die Zweitliga-Rückkehr zum Greifen nah erscheint. Mit dem Schützen freuen sich Marc Lorenz, Damian Rossbach und Manuel Stiefler (von links). Foto: GES
Der KSC will nach oben: Dank der Tore von Marvin Pourié gab es gegen Großaspach ein 2:1, so dass die Zweitliga-Rückkehr zum Greifen nah erscheint. Mit dem Schützen freuen sich Marc Lorenz, Damian Rossbach und Manuel Stiefler (von links). Foto: GES
05.05.2019

KSC bringt bei 2:1 gegen Großaspach den Vorsprung mit Mühe ins Ziel

Karlsruhe. Dem Schlusspfiff folgte beim Karlsruher SC die Erleichterung. Gegen die abstiegsbedrohte SG Sonnenhof Großaspach war es in der Schlussphase ja noch einmal eng für die gastgebenden Wildparkprofis geworden. Ihre sichere 2:0-Pausenführung wackelte nach der Gelb-Roten Karte gegen Marc Lorenz (58.) bedenklich. Der verdiente Anschlusstreffer der Gäste fiel aber zu spät (90.), um dem Tabellenzweiten noch vom Erfolgsweg abbringen zu können. Der KSC blieb mit einem 2:1 auf Aufstiegskurs.

„Das, was wir wollten, haben wir geschafft: gewinnen“, fasste KSC-Trainer Alois Schwartz zusammen, Bei vier Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden könnte der KSC schon am vorletzten Spieltag, mit einem Sieg bei Preußen Münster aufsteigen. „Dort wollen wir den Sack zumachen“, so Sportdirektor Oliver Kreuzer.

KSC bis zur Pause überlegen

Das Eckballverhältnis von 7:0 verdeutlicht, wie überlegen der KSC die erste Hälfte gestaltete. Die stark ersatzgeschwächten Gäste versuchten zwar, auch nach vorne zu spielen, kamen jedoch vor der Pause kein einziges Mal gefährlich vors Karlsruher Tor. Die Hausherren hingegen gingen schon in der elften Minute durch Marvin Pourié in Führung. Anschließend ließen die Gastgeber einige Möglichkeiten ungenutzt. In der Schlussminute des ersten Spielabschnitts aber stellte Pourié seine Torjägerqualitäten zum 21. Mal in dieser Saison unter Beweis. Er traf nach einer Ecke aus dem Gewühl am Elfmeterpunkt heraus – mit einem abgefälschten Schuss (45.).

Handspiel sorgt für Handicap

So einfach wie vor dem Seitenwechsel wollten sich die Gäste in der zweiten Hälfte nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Für die erste Chance der SG sorgte aber KSC-Keeper Benjamin Uphoff, der einen Rückpass von Daniel Gordon genau in die Füße von Timo Röttger spielte. Anschließend aber machte er im direkten Duell gegen Großaspachs Kapitän seinen Fehler wieder gut (53.). Fünf Minuten später handelte sich der schon in der 29. Minute wegen eines Fouls verwarnte Marc Lorenz mit einem absichtlichen Handspiel die Ampelkarte ein, ist so am vorletzten Spieltag gesperrt.

In Unterzahl begann der KSC zu schwimmen. Röttger stupfelte den Ball um Haaresbreite am Karlsruher Tor vorbei (74.), und scheiterte allein vor Uphoff (86.), da KSC-Torhüter klasse hielt.

Torjäger lässt noch Chancen aus

Auf der anderen Seite hätte Pourié, wie er selbst nach dem Spiel einräumte, „noch das eine oder andere Tor machen können“. Erst köpfte er eine Flanke von Burak Camoglu über den Großaspacher Kasten (84.). Dann knallte er den Ball an dessen Pfosten (86.). Und schließlich kickte er seine letzte Großchance weit rechts vorbei (88.). Die Nachspielzeit wurde aber noch richtig spannend. Am Ende sprach aber Großaspachs früherer KSC-Spieler Michael Vitzthum von einer „ganz bitteren Niederlage“. „Eigentlich muss es 3:0 oder 4:0 für uns stehen“, schüttelte Oliver Kreuzer nach dem Schlusspfiff den Kopf. „Stattdessen fällt das 2:1 – und wenn man Pech hat geht es 2:2 aus.