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Karlsruher SC

Nach gut einem Jahr ist Benjamin Uphoff beim KSC eigentlich nicht mehr wegzudenken. Doch es könnte sein, dass der starke Torhüter Karlsruhe kurzfristig verlässt. Foto: dpa
Nach gut einem Jahr ist Benjamin Uphoff beim KSC eigentlich nicht mehr wegzudenken. Doch es könnte sein, dass der starke Torhüter Karlsruhe kurzfristig verlässt. Foto: dpa
16.08.2018

KSC droht dritter bitterer Verlust: Wechselt Torhüter Benjamin Uphoff?

Karlsruhe. Über eines sind sich beim KSC alle einig: Benjamin Uphoff war in der laufenden Saison bisher der beste Akteur. Ohne den 25-jährigen Toptorhüter hätte der Fußball-Drittligist nach vier Spielen keine sechs Punkte.

Drei Zähler wären wohl realistisch. Den Rest sicherte Modellathlet „Uppi“ (192cm/81kg) mit prächtigen Paraden.

Nun ist aber durchaus möglich, dass die Karlsruher ihre Nummer eins verlieren.

Der gebürtige Burghausener bestätigte, dass es Interessenten gibt, wollte sich jedoch nicht konkreter äußern. Zum einen, weil er einen Vertrag bis Saisonende hat, „die Entscheidung daher beim KSC liegt“. Zum anderen will Uphoff „die Verhandlungen, die laufen, nicht gefährden“.

Sportdirektor Oliver Kreuzer bestätigt, dass es eine konkrete Anfrage gibt, nennt den Club aber nicht. Doch die „Pforzheimer Zeitung“ weiß: Es ist Zweitligist FC Ingolstadt. Die Ingolstädter ließen Örjan Nyland zu Aston Villa nach England ziehen und sind auf der Suche nach einem Nachfolger. Dass Uphoff ins Visier geriet, ist fast logisch, denn die Fachzeitschrift „Kicker“ wählte ihn in der vergangenen Spielrunde zum besten Torhüter in Liga drei.

Alles eine Frage des Geldes

Es geht nun nur noch um die Höhe der Ablöse. Der KSC soll angeblich mindestens zwei Millionen Euro kassieren wollen – die Ingolstädter haben, so wird vermutet, eine Schmerzgrenze, die bei rund 1,4 Millionen Euro liegt.

Die Karlsruher brauchen das Geld dringend, denn die Kasse ist leer. Die vielen Auflösungsverträge bei Neuzugängen der vergangenen Saison, die die Erwartungen nicht erfüllt hatten, waren kostspielig. Man denke an: Andreas Hofman, Kai Bülow, Oguzhan Aydogan, Malik Karaahmet, Nathaniel Amamoo, Severin Buchta … Da Alexander Siebeck sowie Dominik Stroh-Engel, einer der Topverdiener, der auf der Tribüne sitzt, auch noch gehen sollen – könnten weitere, teure Abfindungen fällig werden.

Uphoffs Ersatzmann Sven Müller, der vor der Saison vom 1. FC Köln II geholt wurde, traut man wohl nicht zu, die neue Nummer eins im Wildpark zu werden. Es gibt jedenfalls KSC-Kontakte zu möglichen Kandidaten. Man munkelte Rick Wulle, könnte im Visier des Clubs sein. Doch der 24-Jährige wird nicht kommen. Auch weil er beim Zweitligisten SV Sandhausen bis Mitte 2019 unter Vertrag steht und Ablöse kosten würde.

Eines weiß KSC-Trainer Alois Schwartz: Geht Uphoff, dann hat er seine drei besten Spieler der vergangenen Saison verloren. Toptorjäger Fabian Schleusener, der 17 Saisontreffer erzielt hatte, ist nach Sandhausen gewechselt und Mittelfeld-Ass Marcel Mehlem zu Royale Union Saint Gilloise in Belgien. Der Aufstieg würde ohne Uphoff noch schwieriger…