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13.12.2013

KSC erwartet einen Konkurrenten

Obwohl der FSV Frankfurt auf Platz 16 steht, sind die Karlsruher mit Versprechungen sehr vorsichtig. Der Zweitliga-Aufsteiger möchte im letzten Heimspiel des Jahres aber als Dank an die Fans siegen.

Am Freitag vor einer Woche absolvierte der KSC sein letztes Vorrundenspiel, nach dem 0:0 gegen den VfL Bochum folgt am Samstag um 13.30 Uhr gegen den FSV Frankfurt das letzte Heimspiel 2013. Am Freitag darauf steht beim FC St. Pauli in Hamburg das letzte KSC-Spiel des Jahres an. Kurz vor der Winterpause häufen sich – naturgemäß – die „besonderen“ Spiele. Wahrscheinlich bedeutet die jeweilige „Auszeichnung“ auch immer eine zusätzliche Motivation. Welche Heimelf, zum Beispiel, möchte sich nicht mit einem Sieg von ihren Fans in den Weihnachtsurlaub verabschieden?

„Wir wollen uns natürlich für die hervorragende Unterstützung bedanken – am besten mit drei Punkten “, sagt Dirk Orlishausen vor dem Rückspiel gegen den FSV. Obwohl, oder gerade weil die Wildparkprofis am 21. Juli am Bornheimer Hang mit einem 1:0-Erfolg (Torschütze: Dominic Peitz) in die Saison gestartet sind, erwartet ihr Torhüter und Kapitän nun „ein unheimlich schweres Spiel.“

Die Hessen rangieren mittlerweile auf Relegationsplatz 16 und haben nur eins ihrer letzten sieben Spiele gewonnen – vor drei Wochen mit 4:1 bei Energie Cottbus. Trotzdem zählt der FSV auswärts zu den schwächeren Teams der Liga (zwei Siege, ein Unentschieden, fünf Niederlagen). Der FSV hat jedoch seinen ursprünglich bis Ende des Jahres intern gesperrten siebenfachen Torschützen Edmond Kapllani nach zwei Spielen begnadigt. Auch deshalb wird der 31-Jährige Albaner im Wildpark, an seiner früheren Wirkungsstätte (2004 bis 2009), vermutlich besonders engagiert auftreten.

„Das spielt für uns keine Rolle“, sagt KSC-Trainer Markus Kauczinski im Hinblick auf die Personalie Kapllani. Der FSV solle ruhig mit seiner besten Elf ins Rennen gehen. „Ich freue mich auf Edmond. Er ist hier ein gern gesehener Gast“, fährt der KSC-Coach fort und fügt schelmisch hinzu: „Wenn er nicht trifft.“ Klar, er werde seine Schützlinge auf Kapllanis Spielweise und seine Kopfballstärke noch einmal hinweisen.

KSC-Verteidiger Kempe gesperrt

Die fußballerische Qualität der Gäste ist unumstritten – vor allem in der Offensive. Der Karlsruher Innenverteidiger Daniel Gordon, der in der Saison 2011/12 beim FSV unter Vertrag stand, betrachtet die Frankfurter immer noch als „direkten Konkurrenten“ im Kampf um den Klassenverbleib. Es wäre gefährlich, den FSV zu unterschätzen. „Wir müssen hochkonzentriert rangehen“, sagt Gordon. Beim KSC (27 Punkte aus 17 Spielen) fehlt der Gelb-gesperrte Dennis Kempe, daher soll Michael Vitzthum links in der Viererkette spielen. Ob auch Torjäger Koen van der Biezen (sechs Treffer) der Anfang der Woche eine grippale Infektion durchmachte, fehlt, bleibt abzuwarten. Der Karlsruher Cheftrainer Kauczinski wirkt gelassen. „Wir haben im Training alle Konstellationen ausprobiert – alles hat gut funktioniert.“

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Vitzthum – Peitz, Yabo – Torres, Hennings, Alibaz – van der Biezen.