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KSC-Torwart Benjamin Uphoff: „So leicht wie das Ergebnis klingt, war es nicht“. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
KSC-Torwart Benjamin Uphoff: „So leicht wie das Ergebnis klingt, war es nicht“. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
05.11.2017

KSC feiert mit 3:0 in Rostock ersten Auswärts-Saisonsieg

Rostock. Gut 300 Anhänger des Fußball-Drittligisten Karlsruher SC hatten den weiten Weg nach Rostock auf sich genommen. Für die Reisestrapazen wurden sie mit einem klaren 3:0 (2:0)-Auswärtssieg belohnt, nach dem jüngsten 1:0 gegen Magdeburg war es der zweite Karlsruher Dreier gegen ein Spitzenteam in Folge.

Es vergingen also einige Minuten, in denen die KSC-Spieler mit dem eigenen Anhang feierten, ehe Benjamin Uphoff vor die Mikrofone kam: „So leicht wie das Ergebnis klingt, war es nicht“, bilanzierte der Karlsruher Torwart. „Die Tore sind aber zu einem günstigen Zeitpunkt gefallen.“ Tatsächlich lag der KSC schon in der vierten Spielminute vorne. Nach schönem Zuspiel von Anton Fink ließ Fabian Schleusener die Rostocker Oliver Hüsing und Vladimir Rankovic aussteigen und traf zum 1:0. Schon Mitte der ersten Halbzeit gelang der zweite KSC-Treffer, eingeleitet durch einen Lapsus des Rostocker Verteidigers Rankovic, der auf dem regennassen Geläuf den Ball in der Vorwärtsbewegung verlor. Der starke Florent Muslija erkannte blitzschnell die Chance und legte den Ball genau in den Lauf von Schleusener. Der wiederum schloss genau im richtigen Moment ab und schob überlegt ins lange Eck ein (23.). Es war der sechste Saisontreffer des ehemaligen Freiburgers, der auch in Rostock bestens mit Sturmpartner Fink harmonierte.

Es stand also 2:0 für den KSC, der zuvor auswärts nur zwei magere Zähler geholt hatte – in Chemnitz und in Münster. Doch die Rostocker steckten nicht auf und drängten auf den Anschlusstreffer. Nachdem Uphoff im KSC-Tor eine Flanke von Marcel Hilßner mit einer Faust nur nach vorne hatte abwehren können, hielt Bryan Henning mit Vollspann drauf und verfehlte mit seinem Schuss nur um Zentimeter das Karlsruher Tor (30.). Das war allerdings der einzige Wackler des Karlsruher Keepers, der in der Schlussphase prächtig bei einem Kopfball von Soufian Benyamina reagierte (79.).

Uphoffs Rostocker Kollege hatte hingegen großen Anteil am dritten KSC-Treffer durch Fink (50.). Denn der Angreifer grätschte einen Ball über die Linie, der nie bei ihm hätte landen dürfen. Doch Janis Blaswich im Hansa-Tor rutschte an der Flanke von Burak Camoglu vorbei, der eigentlich seine sichere Beute hätte sein müssen.

Gelb-Rot gegen Rostock

Rostock verließ nun zusehends der Mut und spätestens als Schiedsrichter Jonas Weickenmeier Rostocks Tim Väyrynen nach einem harmlosen Foul an Jonas Föhrenbach mit Gelb-Rot vom Platz stellte, war das Spiel entschieden. Von den 13 200 Zuschauern gab es bis zum Schlusspfiff nur noch zwei Mal Applaus: Als die Zuschauerzahl verkündet wurde. Und als Rostocks Bester, Amaury Bischoff, einen Freistoß an den Pfosten setzte (74.). Auch der KSC hätte seine komfortable Führung ausbauen können. Doch nach Zuspiel von Fink vergab Muslija die Chance zum 4:0 (81.).

Das schmälerte die Freude im Karlsruher Lager allerdings nicht im Geringsten. „Wir kommen am Montagmorgen um drei Uhr mit dem Bus an, danach haben sich die Jungs einen freien Tag verdient“, kündigte Trainer Alois Schwartz an.