nach oben
ksc_meister © Dominik Türschmann
18.05.2013

KSC feiert mit 4:2-Sieg in Wiesbaden Meisterschaftsparty

Letzte Woche die Pflichtaufgabe Aufstieg erfüllt, diese Woche mit der Drittliga-Meisterschaft die Kür gefeiert – und wie: Mit einem hochverdienten 4:2 beim SV Wehen-Wiesbaden setzte der Karlsruher SC einer gelungenen Saison das Sahnehäubchen auf und schließt die Spielzeit als Tabellenerster ab. Mit den über 5000 mitgereisten Karlsruher Fans sorgte das Team für eine Fußballparty auf und neben dem Platz.

Bildergalerie: KSC feiert gegen SV Wehen Wiesbaden die Drittliga-Meisterschaft

Auch im letzten Saisonspiel schickte Kauczinski seine nominell stärkste Elf aufs Feld. In Rouwen Hennings und Torhüter Dirk Orlishausen fehlten jedoch zwei Stammkräfte der Aufstiegself verletzt, Patrick Dulleck und Mathias Moritz rutschten für sie in die Elf. Ebenfalls nicht im Kader stand Daniel Gordon, allerdings aus erfreulicheren Gründen. Der Innenverteidiger, dem im Hinspiel mit einer eigentlich verunglückten Flanke das wohl kurioseste Karlsruher Saisontor gelang, wird in der Sommerpause Nationalspiele für Jamaika absolvieren, Kauczinski befreite ihn dazu vorzeitig vom Trainingsbetrieb.

Der KSC belohnte seine über 5000 mitgereisten Fans dann auch schon recht früh. Keine 13 Minuten waren gespielt als Dulleck an der Strafraumkante zu Dennis Kempe ablegte, der wie schon in der Vorwoche gegen Rostock humorlos und satt verwandelte. Der Aufstiegsexpress des KSC überrollte Wehen jetzt: Ecke Calhanoglu, Verlängerung Kempe, Abschluss Peitz – 2:0 nach 18 Minuten. Die Stärke bei Standards, eine der großen Karlsruher Stärken, sie funktionierte auch noch am letzten Spieltag.

Drei Minuten später dann bereits das 3:0 nach schönem Pass von Krebs. Ein weiterer Aufstiegsgarant bewies bei seinem ganz persönlichen Ausstand einmal mehr seine Kaltschnäuzigkeit – Hakan Calhanoglu verwandelte das Zuspiel zu seinem 17. Saisontreffer. Auf den hauptsächlich badisch besetzten Rängen herrschte nun natürlich Partystimmung, zumal damit schon zu diesem Zeitpunkt die Drittliga-Meisterschaft de facto an den KSC vergeben war.

Bis zur Pause hätte Karlsruhe auch noch weitere Treffer markieren könnte, unter anderem trafen Dulleck und Calhanoglu den Pfosten, zudem rette mehrmals Wehens Torhüter Gurski. Sein Team kam offensiv bis zur Pause immerhin zu kleineren Chancen, ohne dem KSC aber wirklich etwas entgegensetzen zu können. 3:0 zur Pause, deutlich und verdient.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein lauer Sommerkick. Nachdem er unmittelbar zuvor noch einen brandgefährlichen Freistoß getreten hatte endete nach 58 Minuten Hakan Calhanoglus kurze und umso bemerkenswertere Zeit im Karlsruher Profi-Dress. Mit einer gebührenden Ehrenrunde feierte das Supertalent Ausstand vor seinem Wechsel zum Hamburger SV.

In die Partie kam Timo Kern – und weil beim KSC alles klappte an diesem Tag, machte der dann auch gleich das 4:0. 72 Minuten waren gespielt, als Kern den Doppelpass mit Dulleck suchte und dessen Rückgabe von der Strafraumgrenze verwandelte. Das erste Prof-Tor des Eigengewächses, dessen Vertrag zu Saisonende ausläuft. Die gleiche Vertragssituation herrscht bei Dulleck, der sich nicht nur wegen seiner zwei Torbeteiligungen mit einer starken Leistung für eine Weiterbeschäftigung empfahl.

Zwei ebenso überflüssige wie letztlich belanglose Gegentore durch Vunguidica (84.,86.) sorgten noch zur Ergebniskorrektur auf 2:4, dann war Schluss. Durch sein Torfestival sicherte sich der KSC auf den letzten Metern auch noch den Titel der besten Offensive der Liga, gemeinsam mit Heidenheim. Die beste Defensive stellt das Team ohnehin mit weitem Abstand.

So endet eine gerade anfangs steinige Saison des Karlsruher SC mit einem berauschenden Abschluss und der sofortigen Rückkehr in die Zweite Bundesliga. Und das als Tabellenerster, den fälligen Pokal überreichte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach Schlusspfiff. Drei wohlverdiente Wochen Urlaub haben die Spieler nun, dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf die nächste Saison. Mitte Juli nimmt die Zweite Bundesliga ihren Spielbetrieb zur Saison 2013/14 auf – der KSC ist dabei.