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Zusammenhalt ist wichtig - die Einstellung aber auch.  Foto: dpa-Archiv 

KSC freut sich über weitere Leistungssteigerung: Aggressiv, effektiv und mit kühlem Kopf

Karlsruhe. Nur 19 Stunden lang konnte sich der Karlsruher SC der Tabellenführung in der 3. Liga erfreuen, die er sich am Freitagabend, mit einem 3:1-Erfolg (Halbzeit 2:1) als Gast des KFC Uerdingen in Duisburg erspielt und erarbeitet hatte. Denn am Samstag kehrte der vorherige Ligaprimus VfL Osnabrück mit einem 3:0-Heimsieg über den FSV Zwickau an die Spitze zurück.

Die Tabelle hat jedoch in den Augen von Trainer Alois Schwartz nur nachgeordnete Bedeutung. Viel wichtiger sei die Leistung seines Teams. Diesbezüglich haben die Wildparkprofis im Ruhrgebiet an das angeknüpft, was sie sechs Tage zuvor, bei ihrem 2:1-Heimsieg gegen Osnabrück gezeigt hatten: mannschaftliche Geschlossenheit, Einsatz- und Laufbereitschaft, Entschlossenheit. „Der Wille war entscheidend“, wiederholte Marvin Pourié, der gegen den KFC (63. Minute) den Endstand hergestellt hatte, am Morgen danach das, was er nach dem Osnabrück-Spiel gesagt hatte.

Darüber hinaus muss man den weiteren KSC-Torschützen Marc Lorenz (12.) und Anton Fink (29., Handelfmeter) auch eine gesteigerte Effektivität bescheinigen. Zudem bewahrten die Karlsruher im Gegensatz zu ihren Gastgebern in den hitzigen Szenen kühlen Kopf. Uerdingens gefrusteter Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz hingegen hatte es nur der Großzügigkeit von Schiedsrichter Alexander Sather zu verdanken, dass er nach seinem Ausraster gegen Marvin Wanitzek, der sein stärkstes Rückrundenspiel ablieferte, nicht vom Platz flog.

Eine positive Aggressivität legte dagegen den KSC an den Tag: „Das ist die Grundlage. Daran müssen wir Woche für Woche anknüpfen“, sagte Lorenz. Besonders aggressiv sei das Team in die Partie gegangen und habe sich zurückgekämpft, als sich Uerdingen wieder mehr Spielanteile erarbeitete.

Am Mittwoch (19.00 Uhr) kann der KSC mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Tabellenletzten VfR Aalen seine Aufstiegschancen weiter festigen. Ob die angeschlagen ausgewechselten Alexander Groiß, Fink und Pourié mitwirken können, werden allerdings erst die kommenden Tage zeigen.