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Beim Spiel gegen Mannheim hatte es immer wieder Probleme durch Pyrotechnik gegeben.
20130323_161033_resized.jpg © Walter
08.05.2013

KSC gegen Rostock: Polizei in Alarmstimmung

Karlsruhe. Vor dem mit Blick auf einen möglichen Aufstieg des Karlsruher SC mit Spannung erwarteten Drittliga-Spiel zwischen dem KSC und dem FC Hansa Rostock am kommenden Samstag hat sich die Polizei mit offenen Briefen an die Fans beider Traditionsvereine gewandt.

Darin appelliert der Karlsruher Einsatzleiter, Polizeioberrat Fritz Rüffel, an Fairness und Sportsgeist beider Fanlager. Zwar gehöre Spannung und Brisanz unabdingbar zum Fußball. Beides habe aber außerhalb des Spielfeldes sowohl im Verhältnis der Fans untereinander als auch in dem zur Polizei nichts zu suchen.

Da es in der Vergangenheit zwischen Karlsruher und Rostocker Anhängern wiederholt zu Spannungen und Auseinandersetzungen gekommen ist, wurde die Begegnung von der Deutschen Fußballliga als sogenanntes high-risk-Spiel eingestuft. Dies hat zur Folge, dass im und rund um das fast ausverkaufte Wildparkstadion ein absolutes Alkoholverkaufsverbot besteht und zudem weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Damit es vor, während und nach dem Spiel zu dem erhofften Fußballfest kommt, stellen sich Ordnungskräfte und Polizei unter anderem mit einem größeren personellen Aufgebot auf den Samstag ein.

In ihrem Einsatzkonzept setzt die Polizei aber auch und gerade auf die Kommunikation. In seinen Briefen an die Fans weist Rüffel deshalb auch auf die am Samstag im und um das Stadion im Einsatz befindlichen Antikonflikt-Teams der Polizei hin. Mit ihrer Erfahrung sollen die speziell geschulten Konfliktmanager in Uniform dazu beitragen, ein Überborden der Emotionen und Übergriffe zu verhindern.

Die Polizei sei kein Spielverderber und habe für die Unterstützung der jeweils eigenen Mannschaft größtes Verständnis. Wer aber auf Randale oder Gewalt aus sei, dem werden die Ordnungshüter nach Rüffels Worten entschieden entgegentreten und Straftaten konsequent verfolgen.

Vermummungen oder das Abbrennen der gefährlichen Pyrotechnik würden unter keinen Umständen hingenommen.

Für Rostocker Fans mit bundesweit gültigem Stadionverbot wurde zudem durch die Stadt Karlsruhe für den Samstag ein weiträumiges Aufenthaltsverbot rund um das Wildparkstadion verfügt.

Nach Spielende wird es voraussichtlich eine zeitweilige vollständige Sperrung des Adenauerringes in Richtung Durlacher Tor geben.

Aus Sicherheitsgründen betrifft dies bei diesem Spiel auch den gesamten Fußgängerverkehr. Die Sperrung erfolgt auf Höhe des Einganges Mitte hinter der Gegentribüne. Ziel der Maßnahme ist, bei möglichen Ausschreitungen die Störenfriede auf Distanz zu halten. Außerdem soll damit verhindert werden, dass die friedliebenden Fans, die sich ja in der absoluten Mehrheit befinden, „zwischen die Fronten“ geraten.

Die Polizei empfiehlt deshalb allen KSC-Freunden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadion kommen, nach Abpfiff über den Schlossgarten zu den Straßenbahnhaltestellen „Marktplatz“ und „Kronenplatz“ zu gehen und in die dort bereitstehenden Bahnen zu steigen.

Für Stadionbesucher, die im Bereich der Theodor-Heuss-Allee in Richtung Waldstadt parken, besteht die Möglichkeit, nach dem Spiel über die Stutenseer Allee und den Kanalweg zu ihren Fahrzeugen zu gelangen. Fans, die ihr Fahrzeug im Bereich Adenauerring/Unigelände abgestellt haben, werden gebeten, den Ausgang „Fasanengarten“ zu benutzen.

Darüber hinaus steht allen abwandernden KSC-Freunden der Adenauerring in Richtung Mühlburger Tor zur Verfügung.