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KSC-Trainier Rainer Scharinger  (Mitte) gibt Alexander Iashvili (l) Anweisungen.
KSC-Trainier Rainer Scharinger (Mitte) gibt Alexander Iashvili (l) Anweisungen. © dpa
25.09.2011

KSC gegen Rostock nur unentschieden

„Verlieren verboten“, sagte Oliver Kreuzer vor dem KSC-Spiel in Rostock. Mit viel Mühe und großer Not kam die – allerdings stark ersatzgeschwächte - Mannschaft von Trainer Rainer Scharinger der Vorgabe ihres Sportdirektors nach.

Erst in der 78. Minute egalisierte Klemen Lavric die Führung ihrer Gastgeber, die Marcel Schied (25.) besorgt hatte. Die Wildparkprofis also kamen nach fünf Niederlagen hintereinander erstmals wieder in die Punkte. Torschütze Lavric handelte sich in der Schlussphase des schwachen Spiels seine fünfte Gelbe Karte ein und fehlt am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Tabellenführer Greuther Fürth.

Der KSC hatte im Kellerduell an der Ostsee zwar die erste Chance. Aber wie Klemen Lavric das Zuspiel von Alexander Iashvili versemmelte (4.), war typisch für den derzeitigen Zustand der Wildparkprofis: technisch ganz schwach, ohne Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen. In der Folgezeit jedenfalls erarbeitete sich der gastgebenden FC Hansa ein leichtes Übergewicht und hätte schon in der achten Minute in Führung gehen können. Nach einer Ecke von Perthel zwang Peitz KSC-Keeper Dirk Orlishausen zu einer Glanzparade. Auch bei einer flachen Hereingabe von Lartey reagierte Orlishausen sehr gut (12.). Auf der anderen Seite köpfte Dennis Kempe einen Freistoß von Delron Buckley am Rostocker Tor vorbei (23.). Doch die Platzherren blieben insgesamt bissiger, entschlossener und cleverer und vor allem: gefährlicher. Die Rostocker Führung war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Und schon in der 25. Minute war es soweit. Nach einem Freistoß bekam der KSC den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Schied ging aus dem Gestochere am Fünfmeterraum der Gäste als Sieger und Torschütze hervor. Dass der KSC in der 38. Minute seinen ersten Eckball erreichte, verdeutlicht in etwa die Kräfteverhältnisse. Denn Rostock hatte bei einem Freistoß (43.) und mit einem Konter (44.) jeweils durch Perthel vor der Pause noch weitere Treffer auf dem Fuß.

Rainer Scharinger reagierte in der Pause auf die ganz schwache Offensivleistung seiner Schützlinge und schickte nach dem Seitenwechsel Anton Fink und Gaetan Krebs anstelle von Patrick Milchraum und Matthias Cuntz auf dem Platz. Doch diese Maßnahme verpuffte zunächst wirkungslos. Der KSC krampfte und stolperte durch das Rostocker Stadion und brachte keine einzige Torchance auf den Weg. Aber auch die Hausherren hatten großen Anteil daran, dass die zuvor auch nicht gerade fußballerisch ansprechende Partie auf Amateurniveau absackte. Ein Beispiel dafür: In der 60. Minute donnerte Timo Staffeldt einen Freistoß so in eine Zwei(!)mannmauer, dass sich daraus ein Rostocker Konter entwickelte.

In der 67. Minute zwang Semmer Orlishausen noch einmal zu einer Glanzparade, aber anschließend hatte man den Eindruck, dass der KSC vielleicht doch noch einen Punkt aus Rostock entführen könnte. Klemen Lavric aber setzte einen Kopfball knapp über das Hansa-Tor (70.). Doch in der 78. Minute, bei einer Flanke von Alexander Iashvili, stimmten das Timing und die Richtung und der Slovene köpfte das 1:1.