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Karlsruher SC im Gottlieb Daimler Stadion in Stuttgart: KSC-Fans schießen während des Spiels von der Tribüne Leuchtraketen auf das Spielfeld. (2008) © dpa
26.10.2016

KSC gegen VfB: Die Angst vor dem baden-württembergischen Derby

Karlsruhe. Wenn am Sonntag, 30. Oktober, um 13.30 Uhr die berüchtigte baden-württembergische Fußballbegegnung zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart angepfiffen wird, könnte es im Waldgebiet rund um das alte Wildparkstadion bestimmt nicht so ruhig zugehen wie an einem normalen Wochentag. Ganz im Gegenteil.

Durch vergangene Begegnungen ist die Polizei bereits bestens darüber informiert, dass Konfrontationen, Gewalttaten und sonstige Ordnungsstörungen zwischen den beiden Fanlagern keine Seltenheit sind. Dass Fans befreundeter Vereine erwartet werden, unter anderem aus Berlin, Saint-Etienne, Graz, Straßburg, Pisa, Kaiserslautern und Reutlingen, macht die Sache für die Beamten nicht gerade leichter.

Deshalb wird zu dem ausverkauften Spiel mit über 28.000 Zuschauern auch die Bundespolizei mit circa 350 Kräften am Sonntag im Einsatz sein. Da für das Baden-Württemberg-Derby zahlreiche Fans mit Zügen der Deutschen Bahn AG anreisen, werden die Beamten der Bundespolizei vermehrt im Bereich der Haltestellen anzutreffen sein, um die anreisenden Heim-und Gast-Fans in Empfang zu nehmen. Durch die starke Polizeipräsenz soll im "Schlachtfeld" aufgeräumt werden.

Für die Fußballfans des VfB Stuttgart wird ein zusätzlicher Zug der Deutschen Bahn, ab dem Stuttgarter Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Karlsruhe-Durlach, zur Verfügung gestellt. Dieser bietet Platz für circa 900 Reisende. Am Bahnhof Karlsruhe-Durlach wird zudem ein Bustransfer zum Wildparkstadion eingerichtet. Nach dem Spiel steht für die Gästefans wieder ein Bus vom Stadion zum Bahnhof Karlsruhe-Durlach zur Verfügung. Dort wird der zusätzliche Zug zum Stuttgarter Hauptbahnhof bereitgestellt.

Die Bundespolizei weißt schon jetzt darauf hin, dass es im Bereich des Hauptbahnhofes sowie des Bahnhofes Karlsruhe-Durlach zu Behinderungen kommen kann. Um wichtige Informationen zeitnah an die Fans geben zu können, wird die Bundespolizei den Einsatz auf dem Twitter-Account der Bundespolizeidirektion Stuttgart begleiten.

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