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Enrico Valentini (links) und Rouwen Hennings hätten in der gemeinsamen Zeit beim KSC 2015 fast den Aufstieg in die Erste Liga geschafft. 

KSC hätte in Düsseldorf einen Dreier entführen können - Es bleibt aber beim 1:1

Nach dem ersten Sieg dieser Saison gegen Erzgebirge Aue wollte der KSC auch in Düsseldorf „unbedingt punkten“, wie Trainer Tomas Oral vor dem Spiel am Niederrhein sagte. Das ist den Wildparkprofis gelungen. Mit einem 1:1 blieb der KSC als Gast der Fortuna zum vierten Mal hintereinander ungeschlagen. Ihre drei Spiele zuvor in Düsseldorf hatten die Blauweißen sogar gewonnen.

Und auch diesmal war ein Sieg möglich. Den jedoch verhinderte in erster Linie Michael Rensing im Kasten der Hausherren. Der vielleicht beste Torhüter der Zweiten Liga zeigte sich schon in der ersten Halbzeit, bei einem Kopfball von Bjarne Thoelke (12.) und gegen Erwin Hoffer (25.), in Bestform. Und kurz vor dem Ende des Zweitligaspiels bewahrte Rensing seine Mannschaft bei einem Schuss von Grischa Prömel (88.) mit einer Glanztat vor der ersten Heimniederlage.

So blieb es bei den Toren durch Rouwen Hennings für die Fortuna (37.) und Florian Kamberi (47.) für den KSC. Der vom englischen Premierligisten FC Burnley ausgeliehene Ex-KSCler Hennings profitierte bei seinem zweiten Saisontreffer von einem katastrophalen Fehler von Bjarne Thoelke, und auch der Karlsruher Keeper René Vollath machte beim 1:0 für Düsseldorf keine gute Figur. Beim Ausgleich bugsierte der Schweizer U21-Nationalspieler Kamberi einen Eckball von Dennis Kempe aus kurzer Distanz mit dem linken Bein ins Düsseldorfer Tor.

„Vor der Ecke, die zum Ausgleich führt, rennen wir uns gegenseitig über den Haufen“, schilderte Rouwen Hennings das 1:1 aus seiner Sicht. „Dass daraus dann ein Gegentreffer resultiert, ist umso ärgerlicher.“ Auch der zweite Ex-KSCler im Trikot der Fortuna, Kevin Akpoguma, bezeichnete den Treffer der Gäste als „unnötig.“

Mehr Gründe, sich zu ärgern, hatte jedoch sicher der KSC. Denn: „Wir hatten über die gesamte Spielzeit die besseren Chancen“, fand Trainer Tomas Oral, und „an unserem Gegentor hatten wir selber wieder einen großen Anteil.“ Der Karlsruher Coach lobte seine Fußballer jedoch für ihre „tolle Mannschaftsleistung“ und belohnte diese mit zwei vollen freien Tagen. Das ursprünglich für Sonntagmorgen geplante Training wurde abgesetzt.

„Für uns war das ein weiterer Schritt nach vorne“, fasste Sportdirektor Jens Todt das Spiel zusammen. Die Mannschaft hat sich gegen einen physisch starken Gegner gut gewehrt, einen Rückstand wettgemacht und hatte kurz vor Schluss noch die Chance auf einen Sieg.“