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Fabian Schleusener ist ein Spezialist für schnelle Tore in der 3. Liga. Foto: Ripberger

KSC kratzt am Relegationsplatz: Drei Zähler zu indirektem Aufstiegsplatz

Karlsruhe. Kampfspiel, Arbeitssieg: So lässt sich der 1:0-Erfolg des Karlsruher SC gegen Fortuna Köln kurz und bündig zusammenfassen. Zum fünften Mal in dieser Saison reichte den Wildparkprofis ein Tor, um ihrem Konto drei Punkte gutschreiben zu können.

Die Schützlinge von Trainer Alois Schwartz verbesserten sich von Tabellenplatz sechs auf Rang fünf – ihre bisher beste Platzierung 2017/18 – und damit auch ihre Chancen im Kampf um Relegationsplatz drei.

Aber wieder mussten Präsident Ingo Wellenreuther, Sportdirektor Oliver Kreuzer und der Chefcoach nach dem Spiel praktisch unisono bedauern beziehungsweise kritisieren, dass ihre Mannschaft es nicht schaffte, die drei Punkte mit einem zweiten Treffer abzusichern. „Wir haben den Gegner 15, 20 Minuten lang total beherrscht, haben früh 1:0 geführt, hatten Chancen und waren im Rhythmus“, sagte Kreuzer, der erwartet hatte, „dass die Mannschaft weiter mit Mut und Selbstvertrauen auf das 2:0 geht.“ Stattdessen hätten sich die KSCler „immer mehr nach hinten fallenlassen.“

Mit dem nackten Ergebnis jedoch waren natürlich alle KSC-Verantwortlichen zufrieden, zumal Gästecoach Uwe Koschinat einräumte: „Uns haben die Mittel gefehlt, um das Spiel noch zu drehen. Gratulation zum verdienten Sieg.“

Hüben wir drüben Flaute

Wie zu erwarten, schickte KSC-Trainer Alois Schwartz seine Startelf gegenüber dem 1:1 in Wiesbaden personell unverändert in das Verfolgerduell Sechster gegen Fünfter. Zu Recht – wie sich schnell herausstellte. Denn schon in der siebten Minute gelang den Hausherren das 1:0. Nach einer Flanke von rechts von Anton Fink köpfte Fabian Schleusener am zweiten Pfosten sein zehntes Saisontor ein. Nach etwa einer Viertelstunde jedoch waren die Gäste besser im Spiel, und in der 18. Minute prüfte Lars Bender erstmals die Aufmerksamkeit von KSC-Keeper Benjamin Uphoff. Nur wenig später musste der Karlsruher Schlussmann schon mehr Können aufbieten und wehrte einen Schuss von Hamdi Dahmani zur Ecke ab (20.). Kurz darauf hatte dann Michael Kessel vor der Pause die größte Chance, den Kölner Ausgleich herzustellen – schoss aber aus zehn Metern genau auf Uphoff (25.). Aber auch der KSC brachte vor dem Seitenwechsel keinen seiner in den Ansätzen durchaus erfolgversprechenden Angriffe mehr richtig durch (36. und 44.).

Der zweite Spielabschnitt verlief ähnlich ausgeglichen, wie der erste nach etwa 20 Minuten. Keine der beiden Mannschaften gewann die Oberhand. Klare Chancen – aus der Rubrik: der Ball muss doch drin sein – ergaben sich weder hüben noch drüben.

Für Kölns Trainer Koschinat waren die Bemühungen seiner Schützlinge um den Ausgleich „ein bisschen ein Spiel mit dem Feuer“. Er jedenfalls habe „gezittert“, weil es bei Karlsruher Kontern doch einige Male recht gefährlich wurde vor dem Tor des SC Fortuna.

„Wir haben aus den ersten vier Spielen nach der Winterpause zehn Punkte geholt“, lobte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer die Effektivität der Schwartz-Schützlinge. „Das ist sehr gut.“ Und am Mittwoch, im Nachholspiel beim VfL Osnabrück, sollen drei weitere Zähler auf das KSC-Konto.