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KSC-Angreifer Marvin Pourié.

KSC lässt in Würzburg zu viele Chancen liegen - So bewerten Trainer, Torwart und Stürmer das Spiel

Der Karlsruher SC muss weiter um die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga zittern. Durch ein 0:0 am Montagabend bei den Würzburger Kickers rückte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz zwar wieder auf den zweiten Platz der 3. Liga vor. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Verfolger SV Wehen Wiesbaden nur noch einen Punkt.

„Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, viel Aufwand betrieben, den Gegner sehr früh unter Druck gesetzt“, lobte Alois Schwartz seine Schützlinge nach dem Abpfiff. „Auch in der zweiten Halbzeit. Leider haben wir im letzten Drittel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Ab etwa der 75. Minute sind uns dann die Körner ein bisschen ausgegangen.“

Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer beurteilte die Leistung der KSCler positiv. „Die Mannschaft hat unseren Matchplan zu hundert Prozent umgesetzt: Den Gegner hoch angelaufen, Ballgewinne verzeichnet.“ Er bedauerte jedoch, „dass wir in Ballbesitz oft zu hektisch agiert haben. Da müssen wir in einen Coolness-Modus kommen, ruhiger agieren und bessere Lösungen finden.“   

Viel zu sehen bekamen die knapp  8 000 Zuschauer am Dallenberg vor der Pause nicht. Die erste Halbzeit ging torlos über die Bühne und Chancen kamen vor beiden Toren nur wenige zustande. Etwas mehr Möglichkeiten, in Führung zu gehen, hatte allerdings der KSC. Erst in den letzten Minuten vor der Pause kam Würzburg wieder einigermaßen gut aus der eigenen Hälfte und vor das Karlsruher Tor – ohne dort jedoch Schaden anrichten zu können.   

Nach dem Seitenwechsel merkte man den KSClern an, dass ihnen ein Punkt in Unterfranken zu wenig wäre. Marc Lorenz scheiterte mit einem satten Schuss an Würzburgs Keeper Leon Bätge (49.). Anton Fink schoss knapp rechts vorbei (55.). Marvin Pourie traf aus ganz spitzem Winkel von rechts nur das Außennetz (58.). Nochmal Marvin Pourie (61.) und Anton Fink (66.) wurden von der gegnerischen Abwehr geblockt. Anschließend flaute der kräftezehrende Sturmlauf der Wildparkprofis etwas ab. Trotzdem kamen die Hausherren nicht mehr gefährlich vor das Tor ihrer Gäste. Mit einem Fernschuss allerdings verfehlte Dominic Baumann das KSC-Gehäuse rechts oben nur um Haaresbreite (79.).

Kopfball an die Latte

Die Wildparkprofis machten jetzt aber einen ausgepowerten Eindruck. Der „Lucky Punch“ für Würzburg lag in der Luft. Der wäre zu Beginn der dreiminütigen Nachspielzeit beinahe dem KSC noch gelungen. Nach einer Flanke von links aber köpfte Sercan Sararer nur an den Würzburger Querbalken.

„Ich glaube, wir hätten noch lange spielen können und kein Tor gemacht“, fasste Karlsruhes Schlussmann Benjamin Uphoff die letztendlich harmlosen Offensivbemühungen beider Mannschaften zusammen. Und sein Stürmerkollege Marvin Pourié meinte: „Im Training waren wir noch sehr effektiv in der Box. Heute aber haben wir einfach zu kompliziert gespielt.“