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Auf dem Weg zum entscheidenden Treffer: Manuel Torres setzt sich gegen den Sandhausener Torhüter Manuel Riemann durch. Nach dieser Aktion erhält der Karlsruher SC einen Elfmeter, der zum 2:0 führt. Deck
23.02.2014

KSC liefert keine Gala-Vorstellung, aber holt drei Punkte

Fußball-Feinkost war das nicht, was der Karlsruher SC und Sandhausen den 13 300 Zuschauern boten. Das war von den beiden nach Tabellenführer Köln abwehrstärksten Mannschaften der 2. Liga aber auch nicht zu erwarten. Die von beiden Mannschaften zunächst eher vorsichtig und abwartend geführte Partie kam erst nach dem beim Stande von 0:0 erfolgten Seitenwechsel in Fahrt. Dann aber wurde der 2:1-Sieg der Hausherren zumindest der Bezeichnung „kleines Derby“ noch gerecht.

„Sehr zerfahren“, fand KSC-Trainer Markus Kauczinski die ersten 45 Minuten und wusste auch, warum das so war: „Keine Mannschaft wollte sich richtig nach vorne wagen.“ Und seinen Schützlingen sei ein gewisser Druck anzumerken gewesen – nicht von außen, „nein, den haben sich die Jungs selbst gemacht“.

Bildergalerie: Der KSC siegt 2:1 gegen SV Sandhausen

Denn nach den 1:1-Remis zu Hause gegen Ingolstadt und in Fürth sollte im dritten Spiel nach der Winterpause endlich der erste Sieg her. Dieses Vorhaben ließ sich dann in den zweiten 45 Minuten in die Tat umsetzen, als der KSC „mehr Tempo“ machte und ein „höheres Risiko“ einging.

„Letztlich waren wieder Kleinigkeiten dafür ausschlaggebend, dass wir das Spiel auf unsere Seite gebracht haben“, fasste Kauczinski die zwölfte (!) Begegnung in Folge ohne Niederlage zusammen. Kleinigkeiten wie die Chancenverwertung. Denn Sandhausen ließ durch Nicky Adler (31. Minute, Orlishausen, 49. Pfosten) und zweimal Marco Thiede (66., Orlishausen und Klingmann) Chancen aus, selbst in Führung zu gehen beziehungsweise den Vorsprung der Wildparkprofis zu egalisieren. Der KSC hingegen machte aus dreieinhalb Möglichkeiten durch Dominic Peitz (51.) und Rouwen Hennings (79., Foulelfmeter) zwei Treffer. Zu den „Kleinigkeiten“ zählte auch der berechtigte Platzverweis für Sandhausens Florian Hübner (72.), der erst in der 46. Minute ins Spiel gekommen war. Der hatte dem am Boden liegenden Ilian Micanski absichtlich auf den Unterschenkel getreten.

Dennoch gelang den Gästen durch Nicky Adler (86.) der Anschlusstreffer. Und obwohl der jetzt fünffache Torschütze anschließend verletzt vom Platz musste und das Auswechselkontingent der Gäste schon ausgeschöpft war, hatte Sandhausen mit zwei Mann weniger in der fünfminütigen Nachspielzeit sogar noch das 2:2 auf dem Fuß. Zum Glück für den KSC schoss Tim Kister aber am Tor vorbei.

„Wir sind halt noch eine junge Mannschaft“, nahm Markus Kauczinski seine Sieger in Schutz, „und verhalten uns nicht immer clever.“ Auch Sportdirektor Jens Todt war „sehr glücklich über die drei Punkte, denn das war ein hart umkämpftes Spiel. Wir sind total zufrieden mit der Mannschaft.“