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Grund zur Freude bei Trainer Alois Schwartz.

KSC macht großen Schritt in Richtung 2. Liga - Vorteil im Endspurt

Karlsruhe. Jetzt will der Karlsruher SC es sich nicht mehr nehmen lassen. Drei Spieltage vor dem Saisonende kann sich der Traditionsclub die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga nur noch selbst verbauen.

«Jedes Mal, wenn wir hätten wegziehen können, haben wir es nicht geschafft», sagte Torschütze Marvin Wanitzek nach dem souveränen 2:0-Erfolg beim TSV 1860 München. Diesmal ist es dem Tabellenzweiten der 3. Liga gelungen, weil Verfolger Hallescher FC zuvor beim 1:1 in Aspach gepatzt hatte. «Dadurch sind diese drei Punkte goldwert», sagte Wanitzek.

Fünf Punkte Vorsprung haben die Badener nun auf den HFC auf dem Relegationsplatz. Der Abstand könnte aber noch auf vier Punkte sinken, sollte der SV Wehen Wiesbaden am Montagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern gewinnen und auf den dritten Rang vorrücken. Das war dem KSC aber zunächst egal, weil er sich mit einer abgeklärten Leistung wie jener bei den Münchnern keine großen mehr um den Aufstieg machen muss.

«Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt», sagte der KSC-Kapitän David Pisot mit Blick auf seinen Führungstreffer in der 3. Minute. Dass Wanitzek anschließend erst in der 4. Minute der Nachspielzeit das Spiel entschied, ärgerte Trainer Alois Schwartz ein wenig. «Wir haben es dadurch etwas zu lange spannend gemacht», meinte der Coach, der mit Blick auf das Aufstiegsrennen aber auch zugeben musste: «Wir haben einen guten Schritt gemacht.»

In den letzten drei Partien spielt Karlsruhe noch gegen die SG Sonnenhof Großaspach, den SC Preußen Münster und Verfolger Halle. Zu einem Aufstiegs-Endspiel gegen den HFC soll es am letzten Spieltag aber möglichst nicht kommen. Dann möchte der KSC die Rückkehr in die 2. Liga längst perfekt gemacht haben.