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Bei den Fans bedanken sich die KSC-Profis um (Daniel Gordon), Marco Thiede, Marc Lorenz (verdeckt) Burak Camoglu und Martin Stoll (von vorne) für ihre Unterstützung bei der Auswärtspartie in Braunschweig.Foto: GES
Bei den Fans bedanken sich die KSC-Profis um (Daniel Gordon), Marco Thiede, Marc Lorenz (verdeckt) Burak Camoglu und Martin Stoll (von vorne) für ihre Unterstützung bei der Auswärtspartie in Braunschweig.Foto: GES
29.07.2018

KSC mit Auftakt nur bedingt zufrieden

Karlsruhe/Braunschweig. Übung macht nun einmal den Meister – auch im Fußball. Weil der Drittligist Karlsruher SC in der vergangenen Spielzeit keinen einzigen Freistoß direkt im gegnerischen Gehäuse versenken konnte, stehen in dieser Saison diesbezügliche Sonderschichten auf dem Programm.

Ein-, zweimal pro Woche, jeweils nach dem regulären Training, konzentrieren sich die Spezialisten abschließend noch auf den ruhenden Ball. Auch am vergangenen Donnerstag, am Tag vor dem Teilerfolg (1:1) beim Punktspielauftakt in Braunschweig, blieben Marvin Wanitzek, Martin Röser, Marc Lorenz und Florent Muslija nach der Abschlusseinheit noch draußen.

Und das zahlte sich aus: Beim Remis am Freitagabend hatte Wanitzek einen Freistoß in der 24. Minute zur zwischenzeitlichen KSC-Führung ins Tor gezirkelt. „Ich hoffe, das klappt jetzt noch öfter“, freute sich der erste Torschütze der neuen Saison. „Das gibt einem eigentlich Brust“, blickte Trainer Alois Schwartz auf den Treffer zurück – um dann zu kritisieren: „Aber wir haben nicht aggressiv verteidigt, wir haben immer nach hinten verteidigt anstatt nach vorne.“ Daher war er mit dem Punkt beim Zweitligaabsteiger nur bedingt zufrieden. „Wir haben beim starken Absteiger einen Punkt gemacht. Das ist nicht schlecht. Aber es wäre mehr drin gewesen, hätten wir eine andere Leistung gebracht“, sagte der 51-Jährige nach dem 1:1 zum Auftakt der 3. Liga. Positiv war dagegen die Kondition seiner Schützlinge zu bewerten: Hinten raus ging den Hausherren der Sprit aus, und der KSC bekam die Partie wieder in den Griff. „Wir haben das Heft in die Hand genommen – waren physisch präsenter“, lobte Schwartz. Und sein Braunschweiger Kollege Henrik Pedersen räumte ein: „Da hatte der KSC Vorteile.“

Wenig Freude hatten Schwartz und seine Spieler bei der anschließenden Heimfahrt: Wegen der katastrophalen Verkehrslage kehrte der Mannschaftsbus erst nach acht Stunden Fahrt – um 6 Uhr am Samstagmorgen – in den Wildpark zurück.

Daher ließ Schwartz das Regenerations- bzw. Spielersatztraining am Samstag ausfallen und bestellte seine Spieler erst für heute Nachmittag (15 Uhr) wieder ein. Schon am morgigen Dienstag (18 Uhr) steht dann das zweite von fünf Pflichtspielen innerhalb von 15 Tagen auf dem Programm: In einem vorgezogenen Spiel der dritten Runde im BFV-Pokal sind die Wildparkprofis im Odenwald zu Gast – beim Landesligisten SV Osterburken. „Wir nehmen dieses Spiel genauso ernst wie ein Punktspiel“, sagt Alois Schwartz, „werden aber dem einen oder anderen Spieler, der in Braunschweig nicht oder nur kurz zum Einsatz kam, die Möglichkeit geben, sich zu zeigen.“ Einer davon dürfte Neuzugang Christoph Kobald sein. Der 20-jährige Innenverteidiger war wegen einer Sperre, die er sich am Ende der vergangenen Saison noch in Österreich eingehandelt hatte, in Braunschweig noch nicht spielberechtigt. In der dritten Liga geht‘s dann am Samstag gegen Zwickau weiter.