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08.02.2019

KSC mit erweitertem Kader auf Ost-Tournee

Karlsruhe. Eine englische Woche mit einer langen Reise in den Osten der Republik steht dem Karlsruher SC in der 3. Liga bevor. Zunächst muss der Tabellenzweite am Samstag (14 Uhr/telekomsport) beim FC Carl Zeiss Jena antreten, drei Tage später geht es dann zum Nachholspiel beim FSV Zwickau (Dienstag, 19 Uhr/telekomsport).

Nach der Rückkehr aus Thüringen und Sachsen steht dann am kommenden Wochenende das heiße Südwest-Derby gegen den 1. FC.Kaiserslautern auf dem Programm.

Rechtzeitig vor der Abfahrt konnten die Badener eine wichtige Personalie klären, denn der Kapitän bleibt an Bord: KSC-Spielführer David Pisot hat seinen Vertrag im Wildpark bis 2021 verlängert. Der 31-jährige Innenverteidiger ist der Dauerbrenner des KSC und hat seit seinem Wechsel aus Würzburg nach Karlsruhe keine einzige Spielminute für die Blau-Weißen in den bisherigen 59 Liga-Pflichtspielen verpasst. „Wir freuen uns, dass David ein Zeichen gesetzt hat und uns zwei weitere Jahre treu bleibt. Das ist ein klares Bekenntnis zu unserem Verein“, so KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Pisot ist gebürtiger Karlsruher und kann mittlerweile auf die Erfahrung aus 270 Drittliga- und 71 Zweitliga-Partien zurückblicken. Seit Sommer 2017 ist er Kapitän.

Um auf der kleinen Ost-Tournee für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, nimmt Cheftrainer Alois Schwartz 20 oder 21 Fußballer mit – normalerweise umfasst der KSC-Reisetross nur 18.Spieler. Die Mannschaft kehrt nun aber zwischen den beiden Spielen (Jena und Zwickau liegen nur 85 Kilometer auseinander) nicht nach Hause zurück. Mit dem erweiterten Kader kann Schwartz auf Verletzungen und mögliche Sperren reagieren – Daniel Gordon und Manuel Stiefler haben aktuell jeweils vier Gelbe Karten zu Buche stehen.

Beim FC Carl Zeiss, für den der Pforzheimer Julian Günther-Schmidt spielt, dürfte der KSC-Coach zunächst einmal wieder seiner Stammformation das Vertrauen schenken, die seit neun Spielen ungeschlagen ist. Aber auch die Gastgeber haben viermal hintereinander nicht verloren. Pikanterweise seit der 37-jährige Lukas Kwasniok am 9. Dezember vergangenen Jahres auf dem „Ernst-Abbe-Sportfeld“ die fußballerische Verantwortung übernommen hat. Jenas Trainer und Sportdirektor war nach vier Jahren Tätigkeit im Wildpark (U 17 und U 19, außerdem zwei Spiele bei den Profis) in der Verantwortung, eher er im Zwist ging. Zunächst war im Sommer 2018 sein Traum vom Cheftrainerposten in Aue geplatzt, weil der FC Erzgebirge die vom KSC geforderte Ablösesumme (200.000 Euro) zu hoch fand. Kurz darauf aber trennte sich der KSC aus nicht näher erklärten Gründen (Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Diese Entscheidung war alternativlos“) von Kwasniok. Vier Monate später trat der in Jena seinen ersten Job als Profi-Trainer an. „Der FC Carl Zeiss hat zuletzt dreimal 0:0 gespielt“, sagt Oliver Kreuzer und bezeichnet diese Serie als „typisch Kwasniok.“ Denn der lege Wert auf eine gute Defensive. Offensiv jedoch, so der Karlsruher Sportdirektor, „hapert es noch ein bisschen“ bei den Gastgebern.

Mögliche KSC-Aufstellung:

Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Camoglu, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié